Partyveranstalter erleichtert nach Einigung

Gema-Streit

Mit Erleichterung haben die heimischen Party-Anbieter auf die Einigung zwischen dem Musikrechte-Verwerter Gema und der Bundesvereinigung der Musikveranstalter reagiert. „Das wäre für uns der K.o. gewesen“, sagte Benjamin Jecht, Geschäftsführer der WerkStadt. Preissteigerung werden aber wohl an die Gäste weitergegeben.

WITTEN

, 12.12.2013, 17:48 Uhr / Lesedauer: 1 min
WerkStadt-Geschäftsführer Benjamin Jecht freut sich über die Einigung von Gema und den Musikveranstaltern. Partys werden so in der WerkStadt weiterhin möglich sein.

WerkStadt-Geschäftsführer Benjamin Jecht freut sich über die Einigung von Gema und den Musikveranstaltern. Partys werden so in der WerkStadt weiterhin möglich sein.

Zum 1. Januar 2014 wird es zwar immer noch teurer, Musik in Diskos und auf öffentlichen Partys zu spielen, doch längst nicht mehr so sehr wie zunächst befürchtet. Vorrangig, weil die Gebührenerhöhungen nun erst schrittweise über bis zu acht Jahre greifen. Im ursprünglichen Ansatz der Gema sollten die Gebühren anhand der Veranstaltungsfläche, des Eintrittspreises, der Öffnungstage und sogar anhand der Dauer der Veranstaltung berechnet werden.

Diskobetreiber und Partyveranstalter sahen bereits Gebührensteigerungen von bis zu tausend Prozent auf sich zukommen – und somit das Ende vieler Diskotheken und Partys. „Unsere Gebühren hätten sich sicher verzehnfacht“, so Benjamin Jecht über die WerkStadt, die die meisten öffentlichen Partys in Witten veranstaltet. „Fünfstellig ist die Summe, die wir im Jahr zahlen, jetzt schon“, sagt der Geschäftsführer. Hätte die Gema diese Gebührensumme verzehnfacht, wäre die WerkStadt als Partyort wohl nicht mehr haltbar gewesen.

Als Mitglied im Verband der soziokulturellen Zentren verhandelt die WerkStadt allerdings noch im Verbund einzeln aus, wie viel mehr sie künftig an den Rechteverwerter zahlen wird. „Teurer wird es halt, aber so ist es verschmerzbar“, so Jecht. Zumal das Kompromiss-Modell den Betreibern Freiheiten lässt: „Wir können unsere fälligen Gebühren nun ausgleichen, etwa indem wir die Eintrittspreise erhöhen“, sagt er. „Damit können wir planen und kalkulieren.“

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