Passanten schlagen Halsketten-Räuber in die Flucht

Urbanusstraße

Erst fragten sie die 79-Jährige nach Weg, dann griffen sie nach ihrer Halskette: Am Mittwoch ist eine Seniorin in Huckarde beinahe Opfer eines Raubüberfalls geworden. Doch während die Täter an ihrer Halskette zerrten, eilten Passanten der schreienden Dortmunderin zu Hilfe.

HUCKARDE

23.04.2015, 12:06 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Polizei schildert den Fall so: Die 79-Jährige war auf der Urbanusstraße in Huckarde unterwegs. Aus einem Wagen heraus sprachen ein Mann und eine Frau die Seniorin an und fragten nach dem Weg. Die hilfsbereite Rentnerin trat näher ans Auto heran, wollte die Route beschreiben - doch plötzlich griff die Frau nach der Halskette der 79-Jährigen und zerrte daran.

Dann eilte eine Komplizin herbei: Sie versuchte, dem Opfer die Kette über den Kopf zu ziehen. Dann schrie die 79-Jährige laut um Hilfe. Damit verhielt sie sich instinktiv richtig, so die Polizei. Sofort kamen der Seniorin zwei Passanten zu Hilfe. Die Schreie und die Helfer schreckten die Täter offenbar ab - die Unbekannten sprangen ins Auto und flüchteten.

Fluchtwagen ist ein blauer Audi

Die beiden Zeugen sagten aus, dass es sich bei den Verdächtigen insgesamt um zwei Frauen und zwei Männer gehandelt haben soll. Sie flüchteten in einem blauen Audi, der an der Fahrerseite auffällig stark beschädigt ist. Eine der Zeuge merkte sich das spanische Kennzeichen, weil er schon vorher auf das Auto aufmerksam geworden war.

Kurz vor der Tat war der 60-Jährige an dem Wagen vorbeigegangen, der quer auf dem Behindertenparkplatz stand. Er merkte sich Aussehen und Kennzeichen - als er Hilfeschreie hörte, rannte der 60-Jährige los. Offenbar forderte er dabei auch andere Passanten zur Hilfe auf. "Das ist der richtige Weg: Helfen und sich gleichzeitig helfen lassen! Im Ernstfall nicht alleine stehen", so die Polizei.

Die Dortmunder Polizei warnt:

Gerade jetzt in der wärmeren Jahreszeit wird oftmals auch Schmuck über der Kleidung getragen und nicht von Schals oder Jacken verdeckt. Oftmals mit fadenscheinigen Gründen bitten die Täter ihre auserkorenen Opfer - meistens handelt es sich um ältere, wehrlose Frauen - um Hilfe, dies kann beispielsweise eine Frage nach dem Weg sein.

Sobald das Opfer nah genug ist, wird der Schmuck ergriffen und daran gezerrt. Dies führt nicht selten zu Verletzungen und / oder Sturz des Opfers. Seien Sie aufmerksam, schauen Sie sich Ihr Gegenüber eindringlich an. Sollte Ihnen die Situation Unbehagen verschaffen, sprechen Sie weitere Leute an und bitten um Hilfe oder rufen Sie den Notruf 110.

 

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