Patrick Fabian: "Niemand ist satt"

VfL bestätigt Personalien

Mit dem Zugang von Mittelfeldspieler Tobias Weis (29) und dem Transfer von Florian Jungwirth zum Aufsteiger Darmstadt 98 (RN berichteten) machte der VfL Bochum am Montagnachmittag seine letzten Personalien vor Schließung des Transferfensters offiziell.

BOCHUM

01.09.2014, 17:10 Uhr / Lesedauer: 2 min
Patrick Fabian: "Niemand ist satt"

Bochums stellvertretender Kapitän Patrick Fabian, hier mit vollem Einsatz im Auswärtsspiel beim FC Erzgebirge Aue, sieht seinen VfL verdientermaßen an der Tabellenspitze.

Für Tobias Weis ist Bochum die zweite Station als Leihspieler. In der vergangenen Saison war er von der TSG Hoffenheim an Eintracht Frankfurt ausgeliehen worden, wo er unter dem damaligen Trainer Armin Veh aber auch nicht zu regelmäßigen Einsatzzeiten kam.

Sportvorstand Christian Hochstätter, der den Wechsel einfädelte, schätzt besonders die Flexibilität des Mittelfeldspielers: "Er hat sowohl im Mittelfeld als auch auf den Außenbahnen gespielt, ist fußballerisch hervorragend ausgebildet und hat seine Qualität in der Bundesliga nachgewiesen." Für den 29-Jährigen wird es ganz sicher eine Herausforderung, einen Platz in der VfL-Formation zu erhalten. Aktuell läuft es rund beim Tabellenführer, weshalb Trainer Peter Neururer zurzeit keinen Anlass hat, an seiner erfolgreichen Formation personelle Veränderungen vorzunehmen.

Platz eins ist verdient

Patrick Fabian, stellvertretender Kapitän des VfL, sieht die Tabellenführung zunächst als Momentaufnahme, weist aber auch darauf hin, dass "die Tabelle wiedergibt, was wir momentan im Training und im Umfeld sehen und spüren. Den ersten Platz haben wir uns in den vergangenen vier Spielen ehrlich verdient, das war auf gar keinen Fall glücklich oder zufällig."

Der Innenverteidiger führt den erfolgreichen Saisonauftakt und das damit verbundene Betriebsklima auf die neue Mentalität im Kader zurück: "Die Jungs, die neu zu uns gekommen sind, die sind nicht satt und selbstzufrieden, sondern wollen unbedingt Erfolg haben. Das ist wahrscheinlich der größte Unterschied zu den vergangenen Spielzeiten." Hinzu komme, so Fabian am Montag, dass sich die spielerische Qualität im Kader deutlich verbessert habe. "Wir haben mehr Schnelligkeit und Technik, wir haben mehr Bewegung und mehr Tempo nach vorne." Und was dem Verteidiger am meisten Spaß macht: "Wir können immer Tore schießen."

Nach zehn Spieltagen

Von grenzenloser Euphorie ist der Vize-Kapitän jedoch weit entfernt. "Wir können noch einmal nach zehn Spieltagen darüber reden", bietet Fabian an, "ich möchte erst einmal sehen, wie es gegen Mannschaften läuft, die nicht mitspielen, sondern deutlich defensiver ausgerichtet sind." Die Nagelprobe wird schon bald kommen. Nicht im nächsten Spiel, denn dann kommt der Karlsruher SC. Aber danach. Dann müssen die Bochumer zum FSV Frankfurt. Und an den haben sie gar keine guten Erinnerungen.

 

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