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PCB-Gefahr: Stadt schließt Bövinghauser Turnhalle

BÖVINGHAUSEN Bei einer routinemäßigen Messung wurde in der Turnhalle der ehemaligen Hauptschule Bövinghausen erhöhte PCB-Raumluftkonzentrationen festgestellt. Jetzt macht die Stadt die Halle dicht.

von Von Arndt Brede

, 09.12.2008
PCB-Gefahr: Stadt schließt Bövinghauser Turnhalle

Die Hauptschule Bövinghausen wird seit geraumer Zeit nicht mehr genutzt. In der benachbarten Turnhalle wurden jetzt erhöhte PCB-Raumluftkonzentrationen festgestellt.

610 Nanogramm pro Kubikmeter wurden in der Halle gemessen, in der Umkleidekabine für Frauen waren es sogar 1250 Nanogramm. Bei einem Wert von 300 bis 3000 Nanogramm pro Kubikmeter, so die PCB-Richtlinie für Nordrhein-Westfalen, muss die Quelle der Verschmutzung gesucht werden und die Konzentration durch regelmäßiges Entstauben und Lüften der Räume gesenkt werden. Die Experten der Firma, die mit der Messung in Bövinghausen beauftragt war, geht davon aus, dass die erhöhten Werte vermutlich entstanden sind, weil die Halle seit der Schließung der Hauptschule im November 2006 nicht mehr regelmäßig genutzt wird.

Die städtische Immobilienwirtschaft hat deshalb beschlossen, die Halle zum 31. Dezember dicht zu machen und im Januar die Sanierung einzuleiten. Bis dahin kann laut einer Stellungnahme des Gesundheitsamtes eine Nutzung durch Jugendliche und Erwachsene weiter erfolgen. Die Halle werde voraussichtlich bis Mitte Februar geschlossen bleiben. Der Bezirksvertretung Lütgendortmund liegt für die Sitzung am Dienstag (16.12.) die Stellungnahme der Städtischen Immobilienwirtschaft mit den Informationen zur Raumluftkonzentration vor.

Im Vorfeld der Bezirksvertretungssitzung begrüßt Horst Krohn, Sprecher der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Lütgendortmund, im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten die Sanierungspläne, kann aber Kritik an der Fachverwaltung nicht verhehlen: „Wenigstens die Vereine, die die Turnhalle noch nutzen, hätten über die PCB-Belastung informiert werden müssen.

  • Die Sitzung der Bezirksvertretung Lütgendortmund beginnt am Dienstag (16.12.) um 17 Uhr im Haus der sozialen Dienste, Werner Straße 10.
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