PCB-Verdacht: Messergebnisse in zwei Wochen

Gift im Schulgebäude

Die Schulverwaltung vermag die Aufregung um eine mögliche PCB-Belastung in den Räumen des Neuen Gymnasiums (NGB) nicht verstehen. Vieles spreche dagegen, dass eine Gefahr von dem Gebäude ausgeht.

BOCHUM

02.08.2011, 18:03 Uhr / Lesedauer: 1 min

Problematisch: Die Daten sind inzwischen ein Jahr alt. „Um größtmögliche Sicherheit zu bekommen, werden wir eine neue PCB-Messung durchführen“, so Townsend. Zunächst in Räumen, bei denen die Messwerte zuletzt dicht an der Grenze lagen, dann in Räumen, in denen Schüler unterrichtet wurden, die über gesundheitliche Probleme klagen.Kein direkter Zusammenhang Circa 30 Betroffene haben sich bei der Schulverwaltung gemeldet. Sie leiden unter Müdigkeit, Kopfschmerzen und Atemproblemen, zwei unter Haarausfall. Einen direkten Zusammenhang zwischen PCB-Belastung und Haarausfall schließt Dr. Ralf Winter, Leiter des Gesundheitsamtes, aber aus. Die anderen Symptome seien unspezifisch. „Besseres Lüften kann helfen“, so Winter.Schimmelproben Er und seine Kollegen haben bereits am Montag Schimmelproben genommen. Ergebnisse der Untersuchung sollen in zwei Wochen vorliegen. Zweifel an der Unabhängigkeit des Hygieneinstituts und des Gesundheitsamtes, wie sie vom NGB-Lehrer Eckhard Stratmann-Mertens vorgetragen wurden, weist Townsend „ganz entschieden zurück“. Dennoch soll ein zweiter Gutachter die Ergebnisse bewerten.

  • Die Messwerte hätten zum Bezug des Gebäudes durch das NGB unter 300 Nanogramm pro Kubikmeter Luft gelegen, sagt Schuldezernent Michael Townsend. Handlungsbedarf bestehe bei 3000 Nanogramm.
  • Die Raumluft innerhalb der Schule weise weniger Sporen von Schimmelpilzen auf als die Luft außerhalb.
  • Zwar gebe es in dem 70er-Jahre Bau Asbest und Mineralfasern, aber die lägen nicht frei zugänglich, sagt Frank Allmeroth, Zentrale Dienste: „Für die Nutzer ist das unbedenklich.“
  • Ungeziefer gibt es. Eine Ratte und vier Mäuse habe man im vergangenen Schuljahr aufgespürt. „Das ist völliger Standard in Gebäuden dieser Größenordnung“, so Townsend. Der Kammerjäger war jedes Mal vor Ort.

Problematisch: Die Daten sind inzwischen ein Jahr alt. „Um größtmögliche Sicherheit zu bekommen, werden wir eine neue PCB-Messung durchführen“, so Townsend. Zunächst in Räumen, bei denen die Messwerte zuletzt dicht an der Grenze lagen, dann in Räumen, in denen Schüler unterrichtet wurden, die über gesundheitliche Probleme klagen.Kein direkter Zusammenhang Circa 30 Betroffene haben sich bei der Schulverwaltung gemeldet. Sie leiden unter Müdigkeit, Kopfschmerzen und Atemproblemen, zwei unter Haarausfall. Einen direkten Zusammenhang zwischen PCB-Belastung und Haarausfall schließt Dr. Ralf Winter, Leiter des Gesundheitsamtes, aber aus. Die anderen Symptome seien unspezifisch. „Besseres Lüften kann helfen“, so Winter.Schimmelproben Er und seine Kollegen haben bereits am Montag Schimmelproben genommen. Ergebnisse der Untersuchung sollen in zwei Wochen vorliegen. Zweifel an der Unabhängigkeit des Hygieneinstituts und des Gesundheitsamtes, wie sie vom NGB-Lehrer Eckhard Stratmann-Mertens vorgetragen wurden, weist Townsend „ganz entschieden zurück“. Dennoch soll ein zweiter Gutachter die Ergebnisse bewerten.