Peer Steinbrück feiert Derbysieg statt Kanzlerkandidatur

Atrium-Talk der Stadtwerke

Bestens gelaunt nahm SPD-Spitzenpolitiker Peer Steinbrück beim Atrium-Talk der Stadtwerke auf dem Podium Platz. NIcht, weil er vorzeitig zum Kanzlerkandidaten gekürt worden wäre. Sondern wegen eines Fußballspiels.

BOCHUM

von Von Tim Stobbe

, 27.11.2011, 13:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Peer Steinbrück feiert Derbysieg statt Kanzlerkandidatur

Peer Steinbrücks Auftritt beim Atriumtalk im November 2011 hat jetzt Folgen für das Sponsoring der Stadtwerke.

Abschließend ging Moderator Werner Hansch doch auch auf die Frage ein, die offensichtlich unter den Nägeln brannte – die K-Frage. Ohne das Wort selber auszusprechen, versuchte er Steinbrück eine Antwort zu entlocken. Schließlich stehe Altkanzler Helmut Schmidt voll hinter ihm. Doch Steinbrück ließ sich nicht hinreißen: „In der derzeitigen Situation wäre es falsch, solche Personalfragen zu diskutieren. Und keine Partei kann es sich leisten, einen Kandidaten zwei Jahre vor der Wahl bereits auf die Schleifmaschine zu setzen.“ Das ist kein Ja. Aber auch längst kein Nein.

Mit der Erwähnung des Altkanzlers war dann auch endgültig der Bogen zur aktuellen Politik geschlagen. Als ehemaliger Finanzminister nahm Steinbrück natürlich vorrangig zur andauernden Finanz- und Europakrise Stellung. „Der außer Rand und Band geratene Finanzmarkt braucht klare Regulierungen“, so der Politiker. „Insbesondere der Derivathandel ist völlig von der Realität abgehoben.“ Auf die Frage, was er von Forderungen halte, hochverschuldete Nationen wie Griechenland aus der EU fallen zu lassen, antwortete Steinbrück bestimmt: „Dieses Europa ist die Antwort auf 1945 und bewahrenswert. Und es ist die Zukunft. Europa und die USA sitzen nicht mehr allein am großen Tisch. Wir brauchen den europäischen Zusammenhalt, um unsere Position auch gegenüber den aufstrebenden Staaten und Volkswirtschaften zu halten.“ Eine klare Aussage und ein klares Bekenntnis zu Europa. Eines, wie es Steinbrück in einem Seitenhieb auf Kanzlerin Merkel derzeit vermisst.

Abschließend ging Moderator Werner Hansch doch auch auf die Frage ein, die offensichtlich unter den Nägeln brannte – die K-Frage. Ohne das Wort selber auszusprechen, versuchte er Steinbrück eine Antwort zu entlocken. Schließlich stehe Altkanzler Helmut Schmidt voll hinter ihm. Doch Steinbrück ließ sich nicht hinreißen: „In der derzeitigen Situation wäre es falsch, solche Personalfragen zu diskutieren. Und keine Partei kann es sich leisten, einen Kandidaten zwei Jahre vor der Wahl bereits auf die Schleifmaschine zu setzen.“ Das ist kein Ja. Aber auch längst kein Nein.