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Pfarrer verkünden Abriss des Gemeindehauses

Elias-Kirche Oespel wird Gemeindezentrum

Welche Zukunft haben das Gemeindehaus und die Kirche der evangelischen Elias-Gemeinde Oespel-Kley? Über zwei Jahre musste die Gemeinde auf eine Antwort warten. Am Montagabend wurde für die 3200 Gläubigen aus einem hartnäckigen Gerücht eine Tatsache.

OESPEL

, 05.05.2014
Pfarrer verkünden Abriss des Gemeindehauses

Das Schicksal des evangelischen Gemeindehauses in Oespel ist besiegelt: Das über 100 Jahre alte Gebäude wird abgerissen.

Die meisten Gemeindemitglieder hatten es bereits geahnt, manche sogar befürchtet: Das über 100 Jahre alte und stark sanierungsbedürftige Gebäude an der Straße "Auf der Linnert" wird abgerissen. Das berichteten Pfarrer Thomas Weckener, Pfarrerin Stefanie Elkmann, Pfarrer Christian Höfener-Wolf und Roland Berner, Architekt der Evangelischen Kirche von Westfalen, am Montagabend auf einer Gemeindeversammlung.Umgestaltung kostet mindestens 500.000 Euro Spannender war da schon Teil zwei der Entscheidung, die das Elias-Presbyterium nach einem langen Diskussions- und Abwägungsprozess gefunden hat: Die alte, unter Dekmalschutz stehende Kirche wird zu einem Gemeindezentrum umgestaltet. Kostenpunkt: Rund 500 000 Euro, schätzt Pfarrer Thomas Weckener. Das Finanzierungskonzept steht allerdings noch nicht.Grünes Licht von der unteren Denkmalbehörde Grünes Licht gab es bereits von der unteren Denkmalbehörde für diese Pläne. Voraussetzung: Der Innenraum der Kirche, der zukünftig für große Veranstaltungen genutzt werden soll, muss in seinem Gesamtcharakter erhalten bleiben. Geplant ist ein rund 45 qm großer Anbau an der Ost- oder Südseite der Kirche mit Gemeindesaal für kleine und mittelgroße Veranstaltungen, WC, Behinderten-Toilette, Küche und Abstellräumen. Umbau beginnt Anfang 2015 Folgender Zeitplan ist vorgesehen:

  • Aktuell wird ein Architektenwettbwerb für die Gestaltung vorbereitet
  • Ergebnis des Architektenwettbewerbs liegt im Herbst 2014 vor
  • Umbau der Kirche beginnt Anfang 2015
  • Fertigstellung der Umgestaltung Ende 2015/Anfang 2016
  • Anfang 2016 Abriss des alten Gemeindehauses (Kosten ca. 60.000 Euro)
  • Gottesdienste und Gruppentreffen in Kley wird es dann nicht mehr geben
  • Zeitgleich zur Umgestaltung erhält der Kindergarten einen Anbau, ein Investor soll laut Jochen Schade-Homann, Fachbereichsleiter des Evangelischen Kirchenkreises, schon gefunden sein

Elias-Pfarrer begrüßen die Entscheidung Pfarrerin Stefanie Elkmann: "Wir sind froh, dass wir diese Lösung gefunden haben. Wir wollten unbedingt etwas vor Ort, im gehbaren Bereich, für die Konfirmanden, für die Gruppen und Kreise der Gemeinde. Die Lösung entspricht Wunsch und Bedarf der Gemeinde. Natürlich hängen viele am alten Gemeindehaus mit seinen vielen Geschichten und Biographien. Dennoch haben sie Verständnis dafür, dass wir in ein altes Gebäudes von 1900 nicht alle zehn Jahre neu investieren können." Pfarrer Christian Höfener-Wolf: "Es ist eine klare Entscheidung für den Standort Oespel-Kley und passt genau in unser Elias-Konzept. Es ist schön, dass die Kirche bald nicht nur für Sonntagsgottesdienste und Beerdigungen genutzt wird." Pfarrer Thomas Weckener: "Diese Lösung ist auch ein Stück Bestandschutz für das denkmalwerte Gebäude. Weiterer Vorteil: Wir werden Energie- und Personalkosten sparen.""Wandel gestalten" und "Übergänge gestalten" Die evangelische Kirche Oespel ist längst nicht die erste Kirche, die zu einem Gemeindezentrum umgebaut wird. Laut Architekt Roland Berner hat die Evangelische Kirche von Westfalen schon eine Reihe von Gotteshäusern umgestaltet, um sie so erhalten zu können. Viele Beispiele (etwa in Kirchderne und Eving) finden sich in den beiden Broschüren "Wandel gestalten" und "Übergänge gestalten".  

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