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Pfingstsoiree rückt Klavier in den Mittelpunkt

Musikfestival Schloss Cappenberg

Die große Form in kleiner Besetzung prägt als roter Faden das diesjährige Kammermusikfestival auf Schloss Cappenberg - so auch beim Pfingstkonzert, einer "Soiree in Schwarz und Weiß", die das Klavier in den Mittelpunkt rückte. Die früheren Klavierkonzerte Mozarts drängen sich unter diesen Vorgaben geradezu auf.

SELM

von Von Karsten Mark

, 28.05.2012 / Lesedauer: 2 min
Pfingstsoiree rückt Klavier in den Mittelpunkt

»Soiree in Schwarz und Weiß« hieß das Programm am Sonntagabend auf Schloss Cappenberg.

Bis zum 14. Klavierkonzert waren die Bläserstimmen dem Orchester lediglich "nach Belieben" hinzuzufügen, die motivisch-thematische Substanz wurde allein von den Streichern getragen. Somit ließen sie sich auch als Klavierquintette aufführen. Pianist Herbert Schuch und das Festival-Ensemble wählten eben jenes 14. und letzte "bläserlose" Konzert in Es-Dur aus.Virtuoses Finale Mozart hatte es 1784 für seine Meisterschülerin Babette Ployer geschrieben als technisch durchaus anspruchsvolles, aber bemerkenswert wenig auf Effekt und Gefälligkeit angelegtes Konzert, wenn man vom virtuosen Finale absieht.

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Pfingstwochenende beim Musikfestival Schloss Cappenberg

Das Pfingstwochenende war auf Schloss Cappenberg erfüllt von klassischen Klängen. Das "Konzert in die Nacht" leitete das lange Wochenende in der Stiftskirche romantisch ein, am Sonntag war geöffnet für alle: Familien und Kinder strömten auf das Festivalgelände. Am Sonntagabend folgte ein hochkarätiges Jazzkonzert.
28.05.2012
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Viel Applaus bekamem die Musiker für ihren Vortrag von Antonin Dvoraks Quintepp in G-Dur, op.77 im Freiherr-vom-Stein Saal zur Matinee am Sonntagmorgen.© Foto: Günther Goldstein
Der Uhu im Schlosspark war für die Kinder eine besondere Atraktion.© Foto: Günther Goldstein
Viele Familien nutzten am Festivalsonntag das reichhaltige Angebot im Schlosspark© Foto: Günther Goldstein
Die drei Pianisten v.l. Tobias Bredohl, Henri Sigfridsson und Herbert Schuch strahlen mit dem "Teufelsgeiger" Giovanni Guzzo im Schlussapplaus um die Wette.© Foto: Günther Goldstein
Ernest Chaussons Konzert in D-dur, op.21 bildete den viel umjubelten Abschluss des Konzertes am Sonntag abend, bei dem Mirijam Contzen die Sologeige spielte.© Foto: Günther Goldstein
Zu den vielen Angeboten im Schlosshof gehörte auch der Aktionsstand der Ruhrnachrichten.© Foto: Günther Goldstein
Das Ende der Konzertpausen bläst Sebastian Graf von Kanitz mit seinem Jagdhorn ein.© Foto: Günther Goldstein
Während der Konzertpausen hatten die Besucher Gelegenheit sich an dem reichhaltigen Angebot im Schlosshof zu bedienen.© Foto: Günther Goldstein
Weiße Rosen für die Musiker zum Abschluss des Sonntags-Konzertes, Wen Xiao Zheng nimmt sie mit großen Augen entgegen.© Foto: Günther Goldstein
Gregory Ahss, Mirijam Contzen und Wen Xiao Zheng spielen die Serenade op.12 von Zoltan Kodaly zur Matinee im Freiherr-vom-Stein Saal, der als Büste im Hintergrund zu sehen ist.© Foto: Günther Goldstein
Aus einer Sonate von Robert Schumann spielen Mirijam Contzen und Herbert Schuch.© Foto: Günther Goldstein
Werke von Franz Schubert präsentierten Anna Lapkovskaja (Mezzosopran) und Henri Sigfridsson (Klavier).© Foto: Günther Goldstein
Kai Frömbgen (Oboe), Alexei Tkatchuk (Fagott) und Henri Sigfridsson ( Klavier) spielen Francis Poulenc.© Foto: Günther Goldstein
Tobias Bredohl (Klavier) und Dmitry Babanov (Horn) spielen Robert Schumann.© Foto: Günther Goldstein
Öffentliche Probe im Schlosstheater.© Foto: Günther Goldstein
Tobias Bredohl am Flügel und Giovanni Guzzo spielten eine Sonate von Claude Bebussy© Foto: Günther Goldstein
Wen Xiao Zheng bei der Probe in der Stiftskirche.© Foto: Günther Goldstein
Konzert in die Nacht: Blumen für die Musiker am Ende kurz nach Mitternacht.© Foto: Günther Goldstein
Konzert in die Nacht: Pianist Herbert Schuch.© Foto: Günther Goldstein
Konzert in die Nacht: Pianist Herbert Schuch.© Foto: Günther Goldstein
Konzert in die Nacht: Lazslo Kuti, Klarinette.© Foto: Günther Goldstein
Konzert in die Nacht: Mikayel Hakhnazaryan, Violoncello.© Foto: Günther Goldstein
Konzert in die Nacht: Mikayel Hakhnazaryan, Violoncello.© Foto: Günther Goldstein
Konzert in die Nacht: Geigerin Mirijam Contzen.© Foto: Günther Goldstein
Konzert in die Nacht: Geigerin Mirijam Contzen.© Foto: Günther Goldstein
Konzert in die Nacht: Lazslo Kuti, Klarinette.© Foto: Günther Goldstein
Konzert in die Nacht: Pater Altfried zündet die Kerzen an.© Foto: Günther Goldstein
Konzert in die Nacht: Pianist Herbert Schuch© Foto: Günther Goldstein
Konzert in die Nacht: die Sopranistin Anna Lapkovskaja.© Foto: Günther Goldstein
Konzert in die Nacht: Ulrich Biersack.© Foto: Günther Goldstein
Konzert in die Nacht: Ulrich Eichenauer und Dirk Niewohner.© Foto: Günther Goldstein
Wen Xiao Zheng bei der Probe in der Stiftskirche.© Foto: Günther Goldstein
Akemi Mercer bei der Probe in der Stiftskirche© Foto: Günther Goldstein
Konzert in die Nacht: Blumen für die Musiker am Ende kurz nach Mitternacht.© Foto: Günther Goldstein
Konzert in die Nacht: Blumen für die Musiker am Ende kurz nach Mitternacht.© Foto: Günther Goldstein
Latica Honda-Rosenberg und Benjamin Rivinus im Kinderkonzert, das von Dr. Berthold Warnecke moderiert wurde.© Foto: Günther Goldstein
Mit ihrer märchenhaften Musik zu vier Händen am Flügel sorgten Tobias Bredohl und Herbert Schuch nicht nur beim Publikum für viel Spaß.© Foto: Günther Goldstein
Zum Kinderkonzert kamen die jüngsten Zuhörer im eigenen Wagen in den Theatersaal.© Foto: Günther Goldstein
Jazzkonzert im gelben Saal.© Foto: Günther Goldstein
Jazzkonzert im gelben Saal.© Foto: Günther Goldstein
Bei der Soiree in Schwarz und WeiÃü am Sonntag abend gab es das Klavierkonzert Nr. 14 von Wolfgang Amadeus Mozart zu hören.© Foto: Günther Goldstein
Schlagworte Lünen
Es ist ein Stück, dessen Charakter durchaus auf den bescheiden und eher still auftretenden Schuch passt, der erst am Klavier so richtig auf sich aufmerksam macht. Der 32-Jährige spielt mit geschliffener Technik und klanglicher Eleganz, was bereits beim zentralen Triller-Motiv des Eingangssatzes überaus deutlich wird.Hohe Anforderungen Wer ein solches Konzert in der Minimalbesetzung aufführt, schraubt die Anforderungen an den Solisten, aber auch an die Mitglieder des begleitenden Streichquartetts sehr hoch. Ohne exaktes und elegantes Spiel vom ersten bis zum letzten Ton verliert diese Musik schnell ihre Spannung. Aber darum brauchte in Cappenberg niemand zu bangen. Der Mittelpunkt des Abends geriet zum glänzenden Erfolg.Wirkungsvoller Schlusspunkt Dazu noch einen wirkungsvollen Schlusspunkt zu finden, gelang mit einem Doppelkonzert von Ernest Chausson. Es passt gut zum Konzept des Festivals, das ebenbürtiges Musizieren über die Solisten-Show stellt. Dennoch blieb genug Raum für Sologeigerin Mirijam Contzen und Pianist Henri Sigfridsson zu brillieren. Das Publikum feierte das Ensemble mit ausgiebigem Applaus.