Pflege-Experten diskutieren über Patientensicherheit

Internationale Tagung

WITTEN "Sicherheit in der Pflege" - so lautet das Thema einer internationalen Tagung an der Universität Witten/Herdecke (UWH). Die Patientensicherheit im Gesundheitswesen wird immer wichtiger. Erst kürzlich schreckten Meldungen über Fehler und Risiken viele Menschen auf.

von Von Barbara Zabka

, 13.11.2009, 17:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Tagung des ENNA-Netzwerkes zur Pflegesicherheit.

Tagung des ENNA-Netzwerkes zur Pflegesicherheit.

Alte Menschen stürzen oft, leiden an Entzündungen, ihre Gelenke werden steifer, sie trinken und essen zu wenig - so genannte unerwünschte Ereignisse. Diese unerwünschten Ereignisse sind nicht Folge einer akuten Erkrankung, sondern entstehen erst durch die Therapie. Tatsache ist, dass über Komplikationen in der Pflege kaum Daten vorliegen. Man denkt nur in Einzelfällen, und nicht strukturell. Dazu kommt, dass die Zahl der Pflegenden ständig sinkt – bei steigendem Bedarf. "Wir driften rasant auf einen Pflegenotstand zu", befürchtet Prof. Dr. Sabine Bartholomeyczik.

"Wir müssen die Qualitätsstandards im Pflegeberuf verbessern, dem Dienst am pflegebedürftigen Menschen mehr Flexibilität geben. Und den Pflegenden die Anerkennung, damit sie sich für ihren Beruf begeistern." Um diese Idee auch im internationalen Vergleich zu realisieren, wurde das Netzwerk "ENNA" gegründet. Elf Hochschulen aus fünf Ländern sind beteiligt. Etwa 150 Pflege-Experten diskutieren seit Freitag zwei Tage lang über Sicherheitskodex, Berufsethik, praktische Erfahrungen und Forschungsprojekte.