Phoenix-Halle: Stadt legt Beschwerde gegen Konzert-Stopp ein

Verwaltungsgericht

Die Stadt Dortmund ist im Rechtsstreit um die Konzerthalle auf Phoenix-West den nächsten Schritt gegangen: Sie hat Beschwerde gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen eingelegt. Dieses hatte Mitte Juli den Konzertbetrieb untersagt. Nun ist das Oberverwaltungsgericht Münster am Zug.

HÖRDE

, 02.08.2016, 16:27 Uhr / Lesedauer: 1 min
Phoenix-Halle: Stadt legt Beschwerde gegen Konzert-Stopp ein

Die Phoenix-Halle beim Richtfest im Februar 2016.

Das Genehmigungsverfahren für die Konzerthalle sei ordnungsgemäß gelaufen - dies teilte Stadtsprecher Frank Bußmann als Ergebnis der Beratung eines Gesprächs zwischen Rechtsamt, Stadtverwaltung und Fachämtern am Dienstag mit. "Nun haben wir zwei Wochen Zeit die Beschwerde schriftlich zu begründen", so Bußmann. Über den Inhalt der Begründung machte er noch keine Angaben.

Mängel beim Lärmschutz?

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster entscheidet als nächsthöhere Instanz nun zunächst, ob es dem Eil-Beschluss folgt oder der Stadt Dortmund Recht gibt.

„Was das OVG jetzt sagt, wird inhaltlich die endgültige Entscheidung sein, auch wenn es formal noch zu einem Hauptverfahren kommt am Verwaltungsgericht kommt“, sagt Dr. Christian Reitermeier, Sprecher des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen. Eine Entscheidung könne schnell fallen, bei komplizierten Fällen aber auch mehrere Monate dauern.

Auslöser des Verfahrens: Anwohner hatten nachträglich gegen die Baugenehmigung geklagt, weil sie Mängel beim Lärmschutz sehen. Diese erkannte auch das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen in einem ersten Eil-Beschluss vor zwei Wochen: In einem „einstweiligen Rechtsschutzverfahren“ hatte es den Klägern insofern Recht gegeben, dass vorläufig keine Konzerte in der Halle stattfinden können, bis das Hauptverfahren eröffnet ist. 

Halle ist noch im Bau

Aktuell gibt es ohnehin noch keine festen Termine in der Phoenix-Halle. Die rund neun Millionen Euro teure Halle für Rock- und Pop-Konzerte befindet sich seit rund einem Jahr im Bau. Im Februar 2016 hatte Betreiber "Four Artists" Richtfest gefeiert.

Ein Baustopp ist mit dem Beschluss nicht verbunden. "Das ist voneinander losgelöst", sagt Frank Bußmann. Die Kläger richten sich nach Aussage ihrer Anwältin insbesondere gegen den Lärm bei der An- und Abreise durch das Wohngebiet an der Hochofenstraße. Im Bebauungsplan gibt es eine alternative Route nördlich der Halle. Diese muss nach Ansicht der Kläger aber deutlich schneller gebaut werden als bisher.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt