Phoenix-Halle: Stadt widerspricht Anwohnern

Reaktion auf Klagen

Hat die Stadt Dortmund den Anbau und Betrieb der Phoenix-Halle in Hörde rechtswidrig genehmigt und verstößt sie gegen das Recht auf Ruhe der Anwohner? Nachbarn sehen das so und klagen vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen. Die Stadt widerspricht jedoch den Anwohnern.

HÖRDE

15.03.2016, 01:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Phoenix-Halle in Hörde ist frühestens ab Jahresanfang 2017 eine Konzerthalle mit Diskothek. Anwohner befürchten zusätzlich Lärm.

Die Phoenix-Halle in Hörde ist frühestens ab Jahresanfang 2017 eine Konzerthalle mit Diskothek. Anwohner befürchten zusätzlich Lärm.

Die Anwohner fühlen sich jetzt schon durch die Raser- und Tuner-Szene auf dem Phoenix-West-Gelände stark beeinträchtigt und befürchten noch mehr Lärm, wenn auf dem früheren Hochofenwerk auch noch eine Konzerthalle mit Diskothek an den Start geht.

Auf eine erste Anfrage unserer Redaktion reagierte die Stadt Dortmund noch verhalten. Inzwischen reichte Pressesprecher Michael Meinders weitere Informationen zum Bebauungsplan nach. Die Rechtsanwältin eines Klägers aus der Nachbarschaft Hochofenstraße / Am Heedbrink hatte in unserem ersten Bericht vom 10. März 2016 erläutert, worauf die Klage abzielt.

Baugenehmigung ohne gültigen Bebauungsplan?

Die Baugenehmigung sei ohne gültigen Bebauungsplan erteilt worden, ohne dass die Stadt die Pläne rechtzeitig öffentlich bekannt gegeben habe. Dem widerspricht die Stadt: „Die Öffentlichkeit war stets über die geplante Nutzung informiert“, stellte Michael Meinders klar. Schon häufig sei die unter Denkmalschutz stehende Halle im Hörder Westen als Kulturstandort genutzt worden. Ein Entwurf für den Bebauungsplan sehe in dem „Sondergebiet“ auch Kulturwirtschaft, Gastronomie und Vergnügungsstätten vor.

Dagegen seien während der rechtlich vorgeschriebenen Öffentlichkeitsbeteiligung „keinerlei Bedenken“ vorgetragen worden. Mehrfach habe auch die Presse über die Pläne berichtet. Alle die Nachbarschaft schützenden Belange – auch zum Thema Lärm – seien geprüft worden. Auch die Bezirksvertretung Hörde habe darüber beraten und das Vorhaben bei einer Enthaltung einstimmig beschlossen.

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