Phoenix-See ist ein Projekt für mehrere Generationen

Interview

Schon als Student dachte der Architekt Richard Schmalöer darüber nach, welche Zukunft das Hörder Stahlwerks-Areal haben könnte. Redakteur Peter Bandermann sprach mit dem 48-jährigen Planer über das Tempo der Baubranche am Phoenix-See.

HÖRDE

18.04.2011 / Lesedauer: 2 min
Phoenix-See ist ein Projekt für mehrere Generationen

Richard Schmalöer im September 2010 am Aussichtspunkt an der Kohlensiepenstraße: Wenige Tage vor dem Flutungsfest am 1.10.2010 warf er einen Blick auf die Baustelle.

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Der Strukturwandel lässt einen Architekten staunen

Der Hörder Architekt Richard Schmalöer diskutierte schon als Student über die Zukunft des Stahlstandorts seines Stadtteils, erlebte die Demontage in Hörde und besuchte 2005 mit einer Delegation das wiederaufgebaute Stahlwerk in China. Für ihn ist mit dem Phoenix-See der Strukturwandel rasant voran gekommen.
18.04.2011
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Richard Schmalöer im September 2010 am Aussichtspunkt an der Kohlensiepenstraße: Wenige Tage vor dem Flutungsfest am 1.10.2010 warf er einen Blick auf die Baustelle.
Richard Schmalöer (rechts) im Gespräch mit seinem Architekten-Kollegen Yongjie Cai, der an einer Universität in Shanghai die Baukunst lehrt.© Foto: Peter Bandermann
Yongjie Cai hat in Dortmund studiert und auch gearbeitet, bevor er nach China zurück gekehrt ist.© Foto: Peter Bandermann
Beim Flämmen im Hörder Stahlwerk in China.© Foto: Peter Bandermann
Die Delegationsteilnehmer Dr. Fritz Hofmann und Dr. Siegbert Panteleit vor einem für die Chinesen so symbolträchtigen Stier. Der Koloss steht auf dem Stahlwerksgelände der Shagang Steel Company.© Foto: Peter Bandermann
Die Chinesen haben auch einen Dortmunder Hochofen gekauft, demontiert und wieder aufgebaut: Hier ein Blick in den modernisierten Leitstand.© Foto: Peter Bandermann
Der Hörder Architekt Richard Schmalöer (2. von links) mit weiteren Delegationsteilnehmern vor einem Stadtmodell von Lu Wan.© Foto: Peter Bandermann
Das Shanghaier "Nachbarstädtchen" Lu Wan war 2005 ein interessantes Objekt für Stadtentwicklung. Hier steht Bezirksbürgermeister Manfred Renno vor einem künstlich geschaffenen Stadtsee, der allerdings deutlich kleiner als der Hörder Phoenix-See ist.© Foto: Peter Bandermann
Mitglieder der Besuchergruppe aus Hörde bei einem Foto in der Stadt Lu Wan, die auch über einen kleinen See verfügt.© Foto: Peter Bandermann
Shanghai war 2005 das Ziel einer Delegation aus Hörde. In der Nähe der Matropole. in Shagang, ist das Hörder Stahlwerk nach seiner Demontage wieder aufgebaut worden. Heute plätschtert auf dem früheren Stahlwerks-Areal in Hörde der Phoenix-See.© Foto: Peter Bandermann
Wie bei einem Staatsempfang: Der Hörder Bezirksbürgermeister Manfrd Renno (links) im Gespräch mit einem hochrangigen chinesischen Vertreter.© Foto: Peter Bandermann
Im Hörder Stahlwerk in China: Ein Arbeiter aus der Dortmunder Partnerstadt Xian schweißt an der Warmbreitbandstraße.© Foto: Peter Bandermann
Auch der Hörder Fotograf Ralf Dördelmann, der die Stahlwerks-Demontage mit eindrucksvollen Bildern dokumentierte, begleitete die Delegation nach China. Hier fotofragiert er einen von Studenten erstellten Entwurf für die Expo.© Foto: Peter Bandermann
Am Westsee in China. So groß wie dieses Gewässer ist der Phoenix-See in Hörde natürlich nicht, aber ...© Foto: Peter Bandermann
... Boote wie diese sind hübsch anzusehen.© Foto: Peter Bandermann
Ein Friseursalon in China - am Phoenix-See in Hörde gibt es gottlob eine modernere Infrastruktur.© Foto: Peter Bandermann
So hat es 2006 an der Kohlensiepenstraße ausgesehen - von einem See ist noch keine Spur. Das Bild ist bei einem Besuch von Ingenieuren entstanden.© Foto: Peter Bandermann

Dass die Chinesen in der gleichen Bauzeit ein im Vergleich zum Phoenix-See um das Zehnfache größeres Projekt durchgezogen hätten. Ob das so richtig ist, stelle ich in Frage, denn es geht bei uns in Hörde um die Nachhaltigkeit.Deshalb müssen die Investoren sehr sorgfältig ausgesucht werden. Es kann bei uns nicht um die schnelle Rendite und Abschreibgung gehen.

Wir befinden uns jetzt in einer besonders spannenden Phase des See-Projekts: Ab Mai entstehen die Neubauten. Da muss allerbeste Qualität entstehen. Denn der See soll auch in 200 und 300 Jahren noch attraktiv sein. Wir müssen also auch für die nächsten Generationen einen später noch sehr attraktiven Standort schaffen.

Es gibt die Hafencity in Hamburg, den Duisburger Innenhafen und den Medienhafen in Düsseldorf. An unserem See gefällt mir, dass die Menschen hier nicht nur arbeiten, sondern auch wohnen können. Mit unserem kombinierten Ansatz sind wir in Dortmund auf einem guten Weg. Schneller als die anderen Hafenprojekte sind wir sowieso.

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Der Strukturwandel lässt einen Architekten staunen

Der Hörder Architekt Richard Schmalöer diskutierte schon als Student über die Zukunft des Stahlstandorts seines Stadtteils, erlebte die Demontage in Hörde und besuchte 2005 mit einer Delegation das wiederaufgebaute Stahlwerk in China. Für ihn ist mit dem Phoenix-See der Strukturwandel rasant voran gekommen.
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Richard Schmalöer im September 2010 am Aussichtspunkt an der Kohlensiepenstraße: Wenige Tage vor dem Flutungsfest am 1.10.2010 warf er einen Blick auf die Baustelle.
Richard Schmalöer (rechts) im Gespräch mit seinem Architekten-Kollegen Yongjie Cai, der an einer Universität in Shanghai die Baukunst lehrt.© Foto: Peter Bandermann
Yongjie Cai hat in Dortmund studiert und auch gearbeitet, bevor er nach China zurück gekehrt ist.© Foto: Peter Bandermann
Beim Flämmen im Hörder Stahlwerk in China.© Foto: Peter Bandermann
Die Delegationsteilnehmer Dr. Fritz Hofmann und Dr. Siegbert Panteleit vor einem für die Chinesen so symbolträchtigen Stier. Der Koloss steht auf dem Stahlwerksgelände der Shagang Steel Company.© Foto: Peter Bandermann
Die Chinesen haben auch einen Dortmunder Hochofen gekauft, demontiert und wieder aufgebaut: Hier ein Blick in den modernisierten Leitstand.© Foto: Peter Bandermann
Der Hörder Architekt Richard Schmalöer (2. von links) mit weiteren Delegationsteilnehmern vor einem Stadtmodell von Lu Wan.© Foto: Peter Bandermann
Das Shanghaier "Nachbarstädtchen" Lu Wan war 2005 ein interessantes Objekt für Stadtentwicklung. Hier steht Bezirksbürgermeister Manfred Renno vor einem künstlich geschaffenen Stadtsee, der allerdings deutlich kleiner als der Hörder Phoenix-See ist.© Foto: Peter Bandermann
Mitglieder der Besuchergruppe aus Hörde bei einem Foto in der Stadt Lu Wan, die auch über einen kleinen See verfügt.© Foto: Peter Bandermann
Shanghai war 2005 das Ziel einer Delegation aus Hörde. In der Nähe der Matropole. in Shagang, ist das Hörder Stahlwerk nach seiner Demontage wieder aufgebaut worden. Heute plätschtert auf dem früheren Stahlwerks-Areal in Hörde der Phoenix-See.© Foto: Peter Bandermann
Wie bei einem Staatsempfang: Der Hörder Bezirksbürgermeister Manfrd Renno (links) im Gespräch mit einem hochrangigen chinesischen Vertreter.© Foto: Peter Bandermann
Im Hörder Stahlwerk in China: Ein Arbeiter aus der Dortmunder Partnerstadt Xian schweißt an der Warmbreitbandstraße.© Foto: Peter Bandermann
Auch der Hörder Fotograf Ralf Dördelmann, der die Stahlwerks-Demontage mit eindrucksvollen Bildern dokumentierte, begleitete die Delegation nach China. Hier fotofragiert er einen von Studenten erstellten Entwurf für die Expo.© Foto: Peter Bandermann
Am Westsee in China. So groß wie dieses Gewässer ist der Phoenix-See in Hörde natürlich nicht, aber ...© Foto: Peter Bandermann
... Boote wie diese sind hübsch anzusehen.© Foto: Peter Bandermann
Ein Friseursalon in China - am Phoenix-See in Hörde gibt es gottlob eine modernere Infrastruktur.© Foto: Peter Bandermann
So hat es 2006 an der Kohlensiepenstraße ausgesehen - von einem See ist noch keine Spur. Das Bild ist bei einem Besuch von Ingenieuren entstanden.© Foto: Peter Bandermann