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Phoenix-See: Projekt soll nicht refinanzierbar sein

DORTMUND Der Phoenix-See sollte sich vor allem aus dem Verkauf der Grundstücke an seinem Ufer refinanzieren. Doch er droht ein Zuschussgeschäft zu werden - in mindestens zweistelliger Millionenhöhe.

von Von Gaby Kolle

, 28.04.2009
Phoenix-See: Projekt soll nicht refinanzierbar sein

Für immer wieder neue Überraschungen sorgt der geplante Phoenix-See.

Das jedenfalls befürchtet die Fraktion FDP/Bürgerliste aufgrund eines Gutachtens aus dem Jahr 2004, in dem die Kosten und Erlöse für das Großprojekt prognostiziert wurden. Nach Informationen unserer Redaktion lautet die Kernbotschaft der Expertise von Dr. Bergmann, Kauffmann & Partner: Das Projekt ist nicht refinanzierbar. Die Stadt bzw. die Stadtwerke müssen mehr in Aushub, Bodensanierung und Erschließung stecken, als sie durch die Grundstücksverkäufe herausbekommen. Selbst wenn alle Grundstücke zu den erwarteten Preisen verkauft werden, soll ein zweistelliges Millionen-Delta bleiben.Phoenix-See: Ursprungsgedanke war Geld verdienen

Dabei hatte der damalige Stadtwerke-Chef Harald Heinze im Jahr 2003 noch erklärt, man wolle mit dem Phoenix-See Geld verdienen. Deshalb wurde auch auf sein Drängen die Verwaltung per Ratsbeschluss vom 22. Mai 2003 ermächtigt, zur Umsetzung des See-Projekts mit den Stadtwerken (heute DSW21 AG) einen bzw. mehrere städtebauliche Verträge abzuschließen. Danach sollte DSW21 u.a. das von ThyssenKrupp erworbene See-Grundstück an die Stadt übertragen können, falls die Finanzierung scheitert.

Um das finanzielle Risiko für die Stadt besser einschätzen zu können, will FDP/Bürgerliste zur nächsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses schriftlich von der Verwaltung wissen, welche Verträge genau zwischen Stadt und DSW21 zum Projekt Phoenix-See geschlossen wurden und in welchen Verträgen die Risikobegrenzung zugunsten von DSW21 vereinbart wurde. Und: Welche Feststellungen das Gutachten von Dr. Bergmann, Kauffmann & Partner genau trifft.Phoenix-See: Dreistelliges Millionendefizit befürchtet

Dr. Annette Littmann, Chefin von FDP/Bürgerliste: Es gibt ein Defizit. Die Frage ist letztlich wie hoch. Ich fürchte es wird dreistellig in Millionenhöhe."