"Physikanten" machen Ostenberg-Grundschule unsicher

Wissenschaftsshow

Mit Physik Grundschulkinder begeistern – das ist eine echte Herausforderung für die „Physikanten“. Marcus Weber und Volker Büdts haben in der Ostenberg-Grundschule in Barop für staunende und lachende Kinderaugen gesorgt. Und klebrige Haare in der ersten Reihe.

Barop

, 04.11.2016, 15:57 Uhr / Lesedauer: 1 min
Prof. Dr. Liebermann alias Marcus Weber und Volker Büdts ließen nicht nur, wie hier, Raketen starten.

Prof. Dr. Liebermann alias Marcus Weber und Volker Büdts ließen nicht nur, wie hier, Raketen starten.

„In der Schule wird nicht experimentiert. Da gibt es höchstens Sachunterricht mit Käfern“, erzählt Bianca Wind vom Förderverein der Schule. Umso wichtiger ist es, dass der Verein die „Physikanten“ um Prof. Dr. Liebermann alias Marcus Weber engagieren konnte. Circa 280 Kinder aus zwölf Klassen fanden sich in der Turnhalle der Grundschule zusammen.

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So spannend war der Auftritt der "Physikanten" in der Ostenberg-Grundschule

Experimente und kleinere Zaubertricks: Die "Physikanten" haben die Schüler der Ostenberg-Grundschule begeistert. Von Unterdruck-Rakete bis Mentos-Cola hatten die Erst- bis Viertklässler einiges zu bestaunen.
04.11.2016
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Riesige Rauchringe waren nur eines der Highlights, mit denen die "Physikanten" die volle Aufmerksamkeit der Schüler weckten.© Foto: Christopher Stolz
"Praktikant" Volker steckt seinen Kuschelhund "Lumpi" in die Vakuum-Kanone. Begleitet von skeptischen Blicken des Professors.© Foto: Christopher Stolz
Kurz darauf fliegt "Lumpi" im hohen Bogen aus der Vakuum-Kanone. Die Spuren in der Luft sind noch zu erkennen.© Foto: Christopher Stolz
Auch ein Experiment zu Parabeln stand auf dem Programm. Hier befindet sich Marcus Weber noch in der Vorbereitung.© Foto: Christopher Stolz
Wenig später wird das Mentos-Cola-Experiment vorbereitet. Die Kinder in der Turnhalle schauen gespannt.© Foto: Christopher Stolz
Impressionen der Aufführung der "Physikanten" in der Ostenberg-Grundschule.© Foto: Christopher Stolz
Impressionen der Aufführung der "Physikanten" in der Ostenberg-Grundschule.© Foto: Christopher Stolz
Impressionen der Aufführung der "Physikanten" in der Ostenberg-Grundschule.© Foto: Christopher Stolz
Impressionen der Aufführung der "Physikanten" in der Ostenberg-Grundschule.© Foto: Christopher Stolz
Impressionen der Aufführung der "Physikanten" in der Ostenberg-Grundschule.© Foto: Christopher Stolz

Und die Kinder waren nicht die einzigen, die Vorfreude verspürten. „Das kommt hervorragend an, die sind ja schon das zweite Mal hier“, sagt Christian Schneider, Vorsitzender des Fördervereins. Der Grund, weshalb die „Physikanten“ in der Ostenberg-Grundschule spielen, ist ein persönlicher. Marcus Webers Kinder gehen dort zur Schule. „Meine Kinder haben sich gefreut wie Bolle und sogar mitgeholfen aufzubauen“, sagt Weber.

Physik-Lehrstunde in der Turnhalle

Seit sieben Uhr liefen die Vorbereitungen. Drei Stunden später strömten dann die ersten Kinder in die Turnhalle und nahmen auf den kleinen und großen Kästen und Matten Platz. Als das Licht abgedunkelt und „Praktikant“ Volker in seinem grünen Blumenanzug und mit Kuschelhund „Lumpi“ den Raum betritt, begrüßen die Kinder ihn mit einem lauten Schrei.

Wenig später ruft Volker, der für auflockernde Zaubertricks sorgte, Prof. Dr. Liebermann in seinem weißen Kittel auf die Bühne. Es folgt eine Stunde voller Unterhaltung und alltagsnaher Physik-Experimente. Von Zentrifugalkraft, Vakuum-Kanone und in Nagellackentferner aufgelöstes Styropor, über riesige Rauchringe, bis zu Stimmen verstellen mit Helium und Schwefelhexalfluorid. Und auch das obligatorische Mentos-Cola-Experiment durfte nicht fehlen.

Marcus Webers Rezept

Dabei kippte die Flasche einmal um und sorgte für klebrige Haare in der ersten Reihe. Marcus Weber nahm es mit Humor – ebenso die Kinder. Von deren Begeisterung war Marcus Weber angetan: „Einfach toll, wie gut das ankommt. Die Kunst ist es, die Ruhe der Kinder zu bewahren, damit sie bei allen Experimenten aufmerksam sind“, erklärt der „Physikant“, „denn die Kinder auf 180 bringen kann jeder.“