Planetarium zeigt prämiertes Musiktheater in der Kuppel

Auftakt zu neuer Reihe

Vor zwei Jahren begeisterte die Ballettoper „Charlotte Salomon: Der Tod und die Malerin“ die Besucher des Musiktheaters im Revier (MiR). Das Stück von Bridget Breiner, das 2015 den Bühnen-Oscar „Faust“ erhielt, kommt im September zurück ins Programm des MiR – und dank eines Fotografen auch ins Bochumer Planetarium.

BOCHUM

, 14.08.2017, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das Planetarium zeigt am Dienstag, 5. September, um 20 Uhr zum Start der neuen Reihe „artSPACE: Kuppeln“ Serienbilder von Heinrich Brinkmöller-Becker. Der 64-Jährige, der sich schon als Jazzfotograf einen Namen gemacht hat, nennt seine Form der performativen Kunst Sequentials.

Es werden immer vier Ablaufbilder gemeinsam in der Kuppel gezeigt, insgesamt 638 Bilder in 45 Minuten. Unterlegt werden die Bilder von der Originalmusik des Stücks von Michelle Di Bucci. Das Stück handelt von der 1943 in Auschwitz ermordeten jüdischen Malerin Charlotte Salomon. Sie porträtierte mit ihren Bildern ihr kompliziertes Familienleben.

Nur bildgewaltige Stücke im Planetarium

„Es ist eigentlich eine simple Idee, nur ist vor mir niemand darauf gekommen“, sagt Brinkmöller-Becker über seine Theater-Fotografien. „Der Film ist aus Serienfotografie entstanden, ich mache also einen Schritt zurück. Mein Anspruch ist, dass jedes Bild für sich stehen könnte“, erklärt der Fotograf. „Ich brauche besonders bildgewaltige Stücke.“

Und ein solches Stück ist „Charlotte Salomon: Der Tod und die Malerin“ auf jeden Fall. Die Projektion Brinkmöller-Beckers lebt von Salomons Aquarellen, die auf der abgelichteten Bühne den Hintergrund zieren. Nacheinander rauschen jeweils vier Bilder in die Kuppel. Mal überlappen sie sich, mal tauchen sie zuerst von rechts auf, mal von links.

Auch 2018 Musiktheater in der Kuppel

Am Ende der 160 Sequenzen stehen sie für ein paar Sekunden still, sodass der Zuschauer sie auf sich wirken lassen kann. Für Kulturinteressierte, die das Stück kennen oder es sogar besucht haben, ist die Projektion ein Muss.

Noch ist nicht entschieden, wie oft sie wiederholt wird. „Das hängt von der Publikumsresonanz ab“, erklärt Susanne Hüttemeister, Leiterin des Planetariums. Weitergeführt wird „Kuppeln“ spätestens im Januar 2018.

Karten für den 5. September kosten 9,50 (ermäßigt 7,50) Euro und sind unter Tel. (0221) 28 02 14 oder über die Website erhältlich. www.planetarium-bochum.de