Plankton

Walter Kempowski

Begegnungen mit Prominenten, Reisen, Möbelstücke, der 11. September, Eltern, Bibel, Hitler, Mauerfall, Spielzeug, Stau, Fernsehen - das sind nur einige der Stichworte, zu denen Walter Kempowski im Laufe von fast 50 Jahren, bis zu seinem Tod 2007, Fragen stellte und so verschiedenste Erinnerungen sammelte.

01.06.2014, 14:16 Uhr / Lesedauer: 1 min

"Plankton fischen" nannte er diese Tätigkeit, er befragte Nachbarn, Freunde und Bekannte, aber auch Zufallsbekanntschaften. Tausende "Erinnerungskristalle" sind auf diese Weise zusammengekommen, sie füllen nun gut 800 Seiten. Simone Neteler, Walter Kempowskis langjährige Mitarbeiterin, hat die Erinnerungssplitter zusammengestellt und dieses Mammutwerk herausgegeben.

Zeit seines Lebens verstand sich Wolfgang Kempowski als Chronist, voller Leidenschaft sammelte und bewahrte er Erinnerungen. Nun stehen hier Alltaggeschichten und Zeitgeschichte nebeneinander und fügen sich zu einem eindrucksvollen kollektiven Gedächtnis. Und obwohl es sich um völlig subjektive Erinnerungs-Fragmente einzelner handelt, werden sich die jeweiligen Generationen wiederfinden können.

Walter Kempowski: Plankton. Ein kollektives Gedächtnis, Knaus, 49,99 Euro, ISBN 978-3-8135-0513-9.

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