Plattdeutsch ist noch lebendig

Stammtisch

BERGHOFEN Es klingt wie eine fremde Sprache und ist doch die Basis unseres heutigen Deutsch. Im Heimatverein Berghofen wird "Platt" gesprochen. Die Begründer des Stammtisches im "Haus Heimsoth" haben gute Gründe, die fast verschwundene Sprache zu pflegen.

von Von Jörg Bauerfeld

, 09.10.2009, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Freude am "Platt": Lore Struck, Dieter Tillmann und Dolores Jäger, Begründer des Stammtisches in "Haus Heimsoth".

Freude am "Platt": Lore Struck, Dieter Tillmann und Dolores Jäger, Begründer des Stammtisches in "Haus Heimsoth".

Denn schon nach den ersten Treffen, der Stammtisch wurde im Mai 2008 gegründet, zeigte sich, dass diese Bestandteile der westfälischen Kultur nicht mehr von vielen beherrscht werden. "Und es gibt so viele Nuancen. Schon die Aussprache in Sölde und Berghofen unterscheidet sich" erklärt Lore Struck. Vor allem in ländlichen Gegenden war Plattdeutsch sehr verbreitet, stirbt aber heute immer mehr aus. Dabei ist die Sprache allemal wert, auch die nächsten Jahrhunderte zu überdauern. "Sie hat Witz, ist sehr direkt und durch sie kann man kaum jemanden beleidigen", sagt Dieter Tillmann, Vorsitzender des Heimatvereins.

So bemüht sich der Stammtisch, auch den Anfängern den Dialekt näher zu bringen. Wie in der Schule hat Lore Struck Übungsblätter vorbereitet, mit denen plattdeutsche Begriffe geübt werden können.