Politik zurrt Rahmenbedingungen für das neue Einkaufszentrum fest

Einkaufszentrum Justizareal

Die ersten Pflöcke für das geplante Einkaufszentrum auf dem Justizareal sind eingeschlagen. Eine geschlossene Shopping-Mall lehnt die Politik ab. Dazu wird die Verkaufsfläche auf 15.000 Quadratmeter an dieser Stelle begrenzt. Weitere 5000 Quadratmeter sind auf dem Areal des Telekomblocks beziehungsweise dem Husemannplatz möglich.

BOCHUM

von Von Thomas Aschwer

, 24.11.2011, 06:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es sind Neubaupläne vorstellbar, die die Viktoriastraße mit einbeziehen und als „Zunge“ bis auf den Platz ragen lassen. Das war jedoch nicht der Punkt, an dem sich der Streit zwischen Koalition und CDU gestern entfachte. Weil die Stadt bislang keine Antwort vom BLB erhalten hat, wurde zu Beginn der Diskussion das Bieterverfahren gleich ausgeklammert. Lothar Gräfingholt meldete für seine Fraktion deshalb weiteren Beratungsbedarf an – eigentlich ein Grund für die Verschiebung der Abstimmung.

Nicht so am Mittwoch. Für die SPD sah Martina Schmück-Glock die Zeit reif für einen Beschluss über die städtebaulichen Rahmenbedingungen – und mit ihr alle weiteren Parteien – mit Ausnahme der CDU. Sie wolle nicht „scheibchenweise“ das Thema beschließen und nahm deshalb nicht an der Abstimmung teil. So fiel der Beschluss einstimmig aus, der unter anderem die Anlage unterirdischer Parkplätze fordert. Eine Übertragung an die Stadttocher EGR wird als „wünschenswert“ angesehen.

Im Einzelhandelsbereich sind großflächige Geschäftsbereiche für in Bochum bisher nicht vertretene Anbieter und Sortimente vorzusehen. Um möglichst großen Einfluss auf die Planungen nehmen zu können, bekräftigen Rot-Grün und CDU ihre Zielsetzung, dass eine Stadttocher (EGR) oder die Stadt selbst das Areal kauft. Ob das aber angesichts der Verschuldung der Stadt überhaupt möglich ist und ob das der BLB will, blieb in der gestrigen Aussschusssitzung offen. „Das Verfahren würde ein ganz anderes, wenn Stadt oder EGR Eigentümer würde“, sagte für die CDU Roland Mitschke. Er setzt deshalb auf intensive Verhandlungen mit dem BLB.Weil aber mit dem Neubau der Justizgebäude noch nicht einmal begonnen ist, werden die Bürger noch einige Jahre bis zur Eröffnung des neuen Shopping-Centers warten müssen. Wie immer es auch aussehen wird.