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Politiker fordern: Rat soll Regeln am Phoenix-See entschärfen

BV Hörde

Wie viele Regeln gelten künftig am Phoenix-See? Dieser Streit erreichte am Dienstag die Bezirksvertretung Hörde. Und die hat eine klare Meinung zum detaillierten Regelwerk.

HÖRDE

von Von Peter Bandermann

, 21.02.2012 / Lesedauer: 3 min
Politiker fordern: Rat soll Regeln am Phoenix-See entschärfen

Der Phoenix-See in Hörde.

Die Bezirksvertretung in Hörde schlägt dem Rat vor, in seiner Sitzung am Donnerstag das Regelwerk für den Phoenix-See zu entschärfen. Die Stadt hatte in einen ersten Entwurf für die „See-Satzung“ zahlreiche Verbote eingebaut.

Auf Bezirksvertreter Hartmut Schulze-Velmede (Grüne) wirkte das so: „Hunde dürfen da kacken, Kinder aber nicht spielen.“ Auch Seniorenbeirat Friedhelm Hendler protestierte: „Für Hunde gibt es am See genug Stationen mit Kotbeuteln, aber wer denkt an öffentliche Toiletten?“Schnell verloren diese Kritikpunkte an Brisanz: Kinder dürfen in der neuen Version, über die in der vergangenen Woche die Bezirksvertreter mit der Stadt nicht öffentlich beraten haben, nicht nur auf Spielplätzen, sondern auch im Hafenbereich spielen. Heinz Hüppe von der See-Entwicklungsgesellschaft stellte klar, dass im Laufe der nächsten Monaten öffentliche Toiletten errichtet würden – auch für Menschen.

 Weniger drastisch fällt jetzt auch der Paragraf 3 („Verhalten im Erholungsgebiet“) aus: Bisher durften See-Besucher die Wege nicht verlassen. Nun sollen auch „sonstige Flächen“ frei betretbar sein – „mit Ausnahme der besonders gekennzeichneten Flächen“.  Uwe Walther vom Ordnungsamt musste in der teils kontroversen Debatte um Freiheit und Verbote den Begriff „rauschähnlicher Zustand“ erklären. Das Ordnungsamt werde erst dann einschreiten, „wenn jemand nicht mehr geradeaus gehen kann oder erbrechen muss und ein Rettungswagen gerufen werden sollte.“ Weil Taucher und Surfer die Wasserqualität belasten würden, soll auch die Feuerwehr einen Beitrag zur Ökologie beitragen – und den Benzinmotor des Betriebs- und Rettungsbootes über Bord werfen, um eines Jahres einen Elektromotor zu installieren. Der E-Motor koste allenfalls 10.000 Euro und leiste ebenso viel wie der klassische Verbrennungsmotor.  

 Gelten soll die Satzung ab dem 1. April 2012. Dann soll auch, anders als im ersten Entwurf, das Grillen an ausgewiesenen Plätzen erlaubt sein. Ansonsten gilt: Was jetzt nicht passt, wird passend gemacht: Die Stadt kann Ausnahmegenehmigungen erteilen. Zum Beispiel dem Heimatverein, wenn dieser eine Fackelwanderung veranstaltet. Denn „offene Feuer“ sind verboten.