Politisches Tauziehen auf den Fluren in Brüssel

39. Duisburger Filmwoche

Mit „Democracy – Im Rausch der Daten“ gelingt Regisseur David Bernet eine erhellende Innenansicht des politischen Tagesgeschäfts in Brüssel. Die Doku ist am Samstag (7.11.) bei der 39. Duisburger Filmwoche zu sehen und ab 12. November im Kino.

DUISBURG

, 06.11.2015, 15:23 Uhr / Lesedauer: 1 min
Filmemacher Bernet begleitet den grünen EU-Parlamentarier Jan-Philipp Albrecht durch einen Marathon an Meetings.

Filmemacher Bernet begleitet den grünen EU-Parlamentarier Jan-Philipp Albrecht durch einen Marathon an Meetings.

Bernet begleitet den grünen EU-Parlamentarier Jan-Philipp Albrecht durch einen Marathon an Meetings. Er hat die Vorlage zur Reform des Datenschutzes in der EU verfasst. Es geht um unsere Privatsphäre, und wie man sie vor dem Zugriff von Staat und Konzernen rettet.

Datenschutz

"Wenn Daten das neue Öl sind, ist Datensicherheit Umweltschutz", so Albrechts Credo. Google und Co. sind hungrig auf Daten, darauf basiert ihr Geschäftsmodell. Ihre Lobbyisten geben sich in Brüssel die Klinke in die Hand. Innovation und Jobs heißen die Argumente gegen zu viel Regulierung.

"Democracy" beschreibt ein Tauziehen. Standpunkt prallt auf Standpunkt, um jedes Wort wird gefeilscht. Ein Film zur Meinungsbildung in der Demokratie, über die Kunst des Kompromisses und die Akteure, die ihn aushandeln. Sehenswert.

"Staatsdiener"

Das Duisburger Festival zeigt am Samstag (7.11.) noch zwei Dokus aus dem Wettbewerb: Marie Wilkes "Staatsdiener" porträtiert Polizisten in der Ausbildung. Gerade die Frauen machen sich Gedanken, wie sie korrekt auftreten, wenn die Lage brenzlig wird.

Sie treffen Hooligans und renitente Betrunkene, müssen Zwang anwenden, Beleidigungen wegstecken, kühlen Kopf bewahren. Von wegen "All Cops Are Bastards" - es ist ein Beruf, der starke Nerven verlangt.

"Eismädchen"

Sophie und Lisa sind die "Eismädchen" im Film von Lin Sternal, vielleicht die Kati Witts von morgen. Unter den Augen einer ehrgeizigen Mutter und einer nörgelnden Trainerin üben sie den Doppel-Axel. Eistanz als Leistungssport ist eine Schinderei. Glücklich wirken die Mädels nicht.

 

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt