Polizei: Datteln-Proteste „weitestgehend störungsfrei“

Neues Kohlekraftwerk

Am Samstag startete das Kraftwerk Datteln 4 seinen Betrieb. Das sorgte auch für Proteste von verschiedenen Umweltorganisationen. Diese bleiben jedoch meist friedlich.

Datteln

31.05.2020, 10:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zur Inbetriebnahme des Steinkohlekraftwerks Datteln 4 gab es Proteste.

Zur Inbetriebnahme des Steinkohlekraftwerks Datteln 4 gab es Proteste. © picture alliance/dpa

Gegen das gerade in Betrieb genommene Kraftwerk Datteln 4 haben nach Angaben der Polizei am Samstag mehrere Hundert Teilnehmer „friedlich und weitestgehend störungsfrei“ protestiert. Die Aktionen an zehn Versammlungsorten seien nach rund acht Stunden beendet gewesen. Das bilanzierten die Beamten am Pfingstsonntag.

Die Polizei berichtete auch von kleineren Zwischenfällen: So habe es vier Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen wildem Plakatieren gegeben. Zudem seien drei Anzeigen wegen Verstößen gegen das Vermummungsverbot erstattet worden und von zwei weiteren Protestteilnehmern die Personalien aufgenommen worden, weil sie die Polizei behindert hätten. „Alle fünf Personen konnten nach Abschluss der Maßnahmen weiter an der Versammlung teilnehmen“, hieß es.

Auch seien gegen zwei Aktivisten Platzverweise ausgesprochen worden. Sie hätten sich von einer Brücke über den Rhein-Herne-Kanal abgeseilt und ein Plakat angebracht. Das Kohlekraftwerk Datteln 4 hatte am Samstag offiziell den Betrieb aufgenommen. Unter anderem hatten Anhänger von Fridays for Future, Greenpeace, Ende Gelände und dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) dagegen protestiert.

dpa

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Das umstrittene Kraftwerk Datteln 4 hat am Samstag den regulären Betrieb aufgenommen. Es gab zahlreiche Proteste, 20 Aktivisten sprangen in den Kanal. Die Polizei schrieb mehrere Anzeigen.

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