Polizei ermittelt 46 mutmaßliche Täter

Klemmbrett-Betrug

Eine neue Masche des Trickbetrugs macht der Polizei seit Jahresbeginn zu schaffen: Als gehörlos getarnt bitten die meist jugendlichen Täter und Täterinnnen um Spenden. Dabei spielt ein Klemmbrett bei den verschiedenen Betrugsformen eine wichtige Rolle. 46 Täter hat die Polizei bereits ausfindig gemacht.

WITTEN

von Ruhr Nachrichten

, 22.04.2012, 17:26 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wesentlich häufiger nutzen die jungen Täterinnen und Täter jedoch das Zücken des Portemonnaies, um im Schutze des Klemmbretts zu stehlen. Das kann Geld sein, aber auch die Geldbörse aus Hand- oder Jackentaschen. Das passiert oft, wenn sich die jungen Leute vermeintlich überschwänglich bedanken und den Spender umarmen. In Restaurants gehen die Jugendlichen an die Tische und legen das Klemmbrett auf dort abgelegte Handtaschen oder Mobiltelefone und verwickeln die Gäste in Spendengespräche. Recht schnell entfernen sie sich dann zur Erleichterung der sich belästigt fühlenden Personen, die dann vielfach aber auch um ihr Handy erleichtert sind.

Besonders dreist ist die Masche, Menschen während der Eingabe am Geldautomaten mit dem Klemmbrett um eine Spende zu bitten. In einem Fall wurde von den raffinierten Tätern der Abhebebetrag auf 1000 Euro „hochgetippt“ und das Geld entwendet. Hier gelang, wie so oft, die Festnahme direkt nach der Tat. Die Polizei ermittelte bis Mitte April 46 Beschuldigte mit derzeit 34 Straftaten.