Polizei kann keinen ähnlichen Fall ermitteln

Nach Schüssen auf Hund

Dem Jack-Russel-Terrier „JJ“ (JayJay), der am Freitagmorgen, 27. Juni, vor dem Aldi-Markt an der Stockumer Straße angeschossen wurde, geht es schon wieder viel besser. Nach ausführlicher Akten-Recherche konnte die Polizei keinen ähnlichen Fall aus der Vergangenheit finden und sucht weiterhin nach dem Täter.

WITTEN

29.06.2014, 12:56 Uhr / Lesedauer: 2 min
Polizei kann keinen ähnlichen Fall ermitteln

Tina Hagelstein ist froh, dass es "JJ" wieder besser geht.

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„Ich konnte nicht gleich zum Tierarzt, sondern musste erst auf die Polizei warten. Eine Kassiererin von Aldi sagte, dass gegenüber einer wohne, der schon mal auf Hunde geschossen habe, wenn ihn das Bellen nerve. Im letzten Jahr sei schon mal eine schwangere Hündin getroffen worden“, berichtete die noch immer geschockte Annenerin am Sonntag. Polizeibeamte brachten sie und ihren blutenden Liebling schließlich zum Tierarzt.

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Von den Menschen drumherum, die alle nur „gegafft“ hätten, so Hagelstein, habe niemand Hilfe angeboten, obwohl sie vor Angst um das Tier geschrien und selbst kein Auto dabei gehabt hätte. Dass jemand, der auf Hunde schieße, nicht gestoppt werde und immer noch eine Waffe habe, kann Tina Hagelstein nicht verstehen: „Da muss die Polizei doch was tun können. Die Kassiererin hat gesagt, der schieße nur auf Hunde. Aber was ist, wenn da gerade mal ein Kind auf einen Hund zugeht?“

Am Samstagmittag hat sie mit „JJ“ auf dem Arm an einer spontanen Demonstration an der Stockumer Straße teilgenommen, zu der im Internet über Facebook aufgerufen worden war. Knapp 20 Hundefreunde, so die Polizei, hätten still dort gestanden. „Wir wollen keine Hetzjagd. Aber wir wollen zeigen, dass wir in Witten keine Hundehasser dulden. Wenn da nichts passiert, machen wir vielleicht noch mal eine Demo, bei der wir dort Stofftiere am Zaun befestigen und bellen“, sagt Tina Hagelstein und hofft, dass der Schütze seine Strafe bekommt. Laut Polizei werden die Ermittlungen am Montag fortgesetzt.

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