Polizei klärt Einbruchsserie in Kleingärten

An der Asselburg

Die Einbrüche in der Gartenanlage „An der Asselburg“ ließen die Gartenbesitzer nicht zu Ruhe kommen. Doch nun kommt Licht ins Dunkel. Der mutmaßliche Dieb hauste offenbar ganz in der Nähe der Anlage in Dortmund-Asseln.

ASSELN

von Von Marcus Friedrich

, 10.08.2012, 15:21 Uhr / Lesedauer: 2 min
So hauste der mutmaßliche Einbrecher.

So hauste der mutmaßliche Einbrecher.

 Die Polizei hat den Mann dann ebenfalls an seinem Lagerplatz angetroffen. Zahlreiche leere Essensdosen und Trinkflaschen sprechen dafür, dass er „schon einige Tage in den Büschen unmittelbar am Eingang des Gartenvereins“ gelebt hatte, erklärt Polizei-Sprecher Wolfgang Wieland auf Anfrage.Der 27-jährige Litauer, der erst Ende Juli nach Deutschland einreiste, gab den Beamten zu verstehen, dass er kein Deutsch verstehe. Doch die Polizei konnte ihn schnell als dringend tatverdächtig überführen. „Bei einem Einbruch in einer Laube hatte er eine Quittung vom Grenzübertritt mit seinen persönlichen Daten verloren. Bei der Überprüfung des Mannes stimmten diese Daten mit seinem Personalausweis überein“, so Wolfgang Wieland.

Laut Polizei, hatte der Mann einige Gegenstände gestohlen, die eindeutig den Laubenbesitzern zugewiesen werden konnten. Größtenteils gehörten aber Getränke und Essensvorräte zu seiner Beute, die auch den Marken entsprachen, die die Laubenbesitzer als gestohlen gemeldet hatten.  Der Mann klaute offenbar, um zu überleben: Denn bei den Einbrüchen blieben teure Werkzeuge, Kupferdachrinnen und weitere Gegenstände liegen. Daher gingen die Mitglieder des Gartenvereins von bloßem Vandalismus aus.  Dass der Täter so nah an der Anlage gehaust hat, beunruhigt die Mitglieder des Gartenvereins im Nachhinein. Umso erleichterter ist Friedrich Haack, ehemaliger Vorsitzender des Gartenvereins, dass die Einbruchserie in der 45 Gärten umfassende Anlage aufgeklärt ist: „Ich bin glücklich das der Täter gefasst wurde und wir beruhigt unser Lauben wieder auf Vordermann bringen können.“  

 Bei den insgesamt 19 Laubeneinbrüchen, davon 14 An der Asselburg, ist der Täter immer auf dieselbe Weise vorgegangen. Türen und Fenster wurden aufgebrochen oder aufgehebelt. Nach den nächtlichen Einbrüchen konnte der Täter zügig in den Büschen verschwinden. Bei der Vernehmung gab der Mann vier Einbrüche an der Asselburg zu. Gestern wurde er dem Haftrichter vorgeführt. 

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