Positive Bilanz für das Ausbildungsjahr 2007/2008

BOCHUM Noch ein Quäntchen zufriedener als im Vorjahr hat Luidger Wolterhoff, Leiter der Bochumer Arbeitsagentur, gestern einen Strich unter das Ausbildungsjahr 2007/2008 gezogen: Die Bilanz fiel ausgesprochen positiv aus. Auch die Kammern sind zufrieden.

von Von Christoph Walter

, 13.10.2008, 20:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Sind zufrieden mit dem Ausbildungsjahr (v.l.): Ulrich Ernst (IHK), Luidger Wolterhoff (Arbeitsagentur), Johannes Motz (KHW Bochum) und Dieter Mrowald (KHW Herne).

Sind zufrieden mit dem Ausbildungsjahr (v.l.): Ulrich Ernst (IHK), Luidger Wolterhoff (Arbeitsagentur), Johannes Motz (KHW Bochum) und Dieter Mrowald (KHW Herne).

Mit Hilfe der Arbeitsagentur hatten sich 4857 Bewerber - davon 3054 aus Bochum und 1803 aus Herne - auf Jobsuche begeben. "Ein Rückgang um 8,3 Prozent gegenüber dem vorigen Beratungsjahr", so Wolterhoff. Mehr noch freute ihn die konsequent gesteigerte Vermittlungsquote: "Unversorgt sind aktuell noch 152 Bewerber - das sind 170 weniger als vor einem Jahr", sagte Wolterhoff, "und dem stehen 131 unbesetzte Ausbildungsplätze gegenüber, also nahezu doppelt so viele wie im Vorjahr." Die Konjunktur sei nun auf dem Ausbildungsmarkt angekommen, seit Jahren wären die Aussichten auf eine Lehrstelle nicht mehr so rosig gewesen."Rekordjahr"

Dabei seien in den letzten zwölf Monaten laut Ulrich Ernst, Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK), "renommierte, große Ausbildungsbetriebe weggefallen - Nokia mit 45 Plätzen pro Jahr oder Astroh." Dennoch sprach auch Ernst von einem "Rekordjahr": "Mit 2556 abgeschlossenen Ausbildungsverträgen haben wir nochmals um ein Prozent zugelegt." Motor sei vor allem die Erkenntnis vieler Unternehmen, "dem Fachkräftemangel von morgen vorbeugen zu müssen". Die Kreishandwerkerschaft (KHW) Bochum musste bei 703 abgeschlossenen Verträgen ein Minus von einem Prozent verbuchen. Dafür blieb laut KHW-Chef Johannes Motz "keine Lehrstelle unbesetzt".Appell an Ausbildungsbetriebe

Luidger Wolterhoff appellierte an die Betriebe, mehr Kurzzeit-Praktika anzubieten, die den direkten Weg ins Ausbildungsverhältnis ebnen. Denn: Jugendliche mit schlechten Schulnoten hätten trotz des drohenden Fachkräftemangels zunehmend schlechtere Chancen, eine Lehrstelle zu finden. Wolterhoff: "Bei einem Praktikum können sie auf Qualitäten aufmerksam machen, die auf dem Schulzeugnis nicht ablesbar sind." wal