Post denkt über Streichung der Briefzustellungen am Montag nach

Deutsche Post

Der Blick in den privaten Briefkasten könnte bald nur noch von Dienstag bis Samstag nötig sein. Die Deutsche Post stellt hierzulande die flächendeckende Briefzustellung am Montag infrage.

Berlin

15.09.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wird künftig am Montag keine Post mehr zugestellt?

Wird künftig am Montag keine Post mehr zugestellt? © picture alliance / dpa

Die Deutsche Post denkt darüber nach, künftig Briefe in Deutschland an private Adressen nur noch an fünf statt sechs Wochentagen zuzustellen. Als Streichtag wäre laut Vorstandsmitglied Tobias Meyer der Montag möglich. Dies berichtet die Tageszeitung „Die Welt“ am Montag.

Gegenüber der Zeitung sagte demnach Meyer, es stelle sich die Frage, „ob wir in Deutschland am Montag eine flächendeckende Briefzustellung brauchen.“ Eine Firmenzustellung mit Briefpost sei an dem Wochentag sicher sinnvoll, aber bei privater Post sei das fraglich, so Meyer, der im Post-Vorstand für das Brief- und Paketgeschäft zuständig ist. Wichtig sei aber, eine zukunftsfähige Postversorgung zu gewährleisten.

Gewerkschaft fordert Beibehaltung der Sechs-Tage-Zustellung

Laut der Zeitung forderte derweil die Kommunikationsgewerkschaft DPV (DPVKOM) eine Beibehaltung der Sechs-Tage-Zustellung. „Die Menschen hierzulande erwarten, dass sie auch montags private Post erhalten. An dieser Vorgabe der zurzeit noch bestehenden Post-Universaldienstleistungsverordnung darf nicht gerüttelt werden“, wird DPVKOM-Bundesvorsitzende Christina Dahlhaus von der Zeitung zitiert.

Die Konzernbaustellen der Deutschen Post werden derzeit nicht weniger. Aktuell befindet sich das Unternehmen in Tarifgesprächen für ihre rund 140.000 Beschäftigten, in denen der Ton rauer wird. Bereits in der vergangenen Woche kam es zu Warnstreiks im gesamten Bundesgebiet.

Verdi fordert für die rund 140.000 Tarifbeschäftigten eine lineare Erhöhung von 5,5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Zudem verlangt Verdi für die Auszubildenden und Dual-Studierenden eine monatliche Erhöhung um 90 Euro.

RND