Prediger Eugen Eckert bot altbiblische Texte in modernen Melodien

Reihe in St. Vinzentius

HARPEN In der beliebten Predigtreihe in der St. Vinzentius-Kirche begeisterte zuletzt der Prediger und Liedermacher Eugen Eckert mit der biblischen Geschichte von "David und Saul".

von Von Alfred Schiske (für die Gemeinde)

, 22.03.2010, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

War es die sakrale Atmosphäre der altehrwürdigen, über 1000 Jahre alten St. Vinzentius-Kirche oder ein tiefer Respekt gegenüber dem prominenten Prediger und Liedermacher Eugen Eckert? Oder war die Predigt über das Thema "Lieder als Nachtherbergen für Wegwunde", der Blick auf das Liedblatt mit dem Bild von Otto Dix und seiner beeindruckenden Darstellung von König Saul so fesselnd?

Denkwürdiger Gottesdienst Stille Gespanntheit war in der restlos gefüllten St. Vinzentius-Kirche zu spüren. Das Glück, den Glauben singen zu können, brachte die Gemeinde erst am Ende des denkwürdigen Gottesdienstes zum Ausdruck: Die Spannung des Gottesdienstes entlud sich in einem Beifallgewitter über den Wattenscheider Jugendchor Maranatha und seinem Leiter Dominik Sahm.

Es war aber auch ein Dankeschön an den Prediger, der das gesprochene Wort mit den gesungenen Liedern wunderbar verknüpfen konnte.  In den Mittelpunkt seiner Predigt rückte Eugen Eckert die biblische Geschichte von "David und Saul", verknüpfte sie mit dem Bild Otto Dix', von König Saul und seinen Truppen, "die schwarz gekleidet, bis an die Zähne bewaffnet, voller düsterer, todbringender Fantasien und Pläne" ein schlimmes Jahrhundert prägten, sagt Eckert.

Auf der anderen Seite, so Eugen Eckert, stellte Gott dem wegen Machtmissbrauch mit Liebesentzug gestraften König Saul das Licht in der Gestalt Davids entgegen: "Das Medium, mit dem Gott den Saul von seinen Depressionen befreit, ist die Musik, ist Davids Harfenspiel, sind Davids Lieder". So knüpfte Eugen Eckert an die über 3000 Jahre alten Texte Davids mit seinen weit über 1000 modernen Kirchenliedern an.

Der Jugendchor setzte stimmgewaltig mit Unterstützung der Gemeinde mit dem Psalm-Vers "Du stellst meine Füße auf weitem Raum" den Schlusspunkt der Predigt, bevor Pfarrer Gerald Hagmann am Ende des Gottesdienstes zum "Nachspiel" ins Gemeindehaus einlud.