Preis für den Musikschul-Unterricht ist in Bewegung

Entscheidung vertagt

Ob Musikschul-Eltern künftig für den Unterricht ihrer Kinder je nach Einkommen in unterschiedlicher Kasse gebeten werden, hat der Verwaltungsrat des Kulturforums noch nicht entschieden. Doch vom Tisch ist das Thema noch nicht.

Witten

von Von Susanne Linka

, 22.04.2013, 20:32 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auf Matinees zeigen die Musikschüler ihr Können, wie hier Louis Lambrecht am Klavier.

Auf Matinees zeigen die Musikschüler ihr Können, wie hier Louis Lambrecht am Klavier.

Neue Impulse, die ein CDU-Antrag und die Musikschuleltern in die Debatte einbrachten, sollen in die Überlegungen zur Neufassung mit einfließen. Die CDU ist gegen die Staffelung, befürwortet in ihrem Vorschlag aber die geplante zwangsweise Umstellung des Einzelunterrichts von 30 Minuten auf Zweier- oder Gruppenunterricht oder die Kürzung des Einzelunterrichts auf 22,5 Minuten.

„Das lehnen wir entschieden ab, es ist pädagogisch nicht sinnvoll“, protestieren die Eltern. Sie könnten sich zwar eine Einkommensstaffelung vorstellen, sehen den angedachten Höchstsatz von 170 Euro für 45 Minuten Unterricht aber als unrealistisch an. „Beträge von mehr als 90 Euro halten wir nicht für marktgerecht.“

Die neuen Vorschläge der CDU zur Einnahmeverbesserung sehen die Verdoppelung des monatlichen Zuschlags vor, den Erwachsene für den Musikunterricht bezahlen: Er soll künftig bei zwölf Euro liegen. Außerdem wünscht sie sich einen Zuschlag für die Bereitstellung von Musikinstrumenten in der Musikschule: Er soll monatlich 2,50 Euro betragen.