Probleme in der Bauüberwachung

Konzerthaus

In rund sieben Monaten soll das Konzerthaus fertig sein. Wie aus einer Mitteilung der Verwaltung im Kulturausschuss hervorgeht, rechnet die Stadt nach derzeitigen Stand mit keiner weiteren Verzögerung. Dafür hat sie nun eine Erklärung für die späte Fertigstellung: Eine schlechte Kommunikation auf der Baustelle.

BOCHUM

, 03.09.2015, 14:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Probleme in der Bauüberwachung

So soll das neue Konzerthaus an der Viktoriastraße aussehen, wenn es fertig ist.

Auch mit den weiteren finanziellen Mitteln, die im Juni vom Rat beschlossen worden waren, wird die Stadt aller Voraussicht nach auskommen. Das Gesamtbudget liegt damit bei 36 Millionen Euro.

Als Grund dafür, dass „Zahlungsziele überschritten“ wurden, nennt die Stadtverwaltung „unzureichende Tätigkeiten der Bauüberwachung“ durch den Generalplaner. So seien Rechnungen mit Verspätung geprüft und freigegeben worden und der ausgearbeitete Terminplan für die Koordination der einzelnen Gewerke nicht genutzt worden zu sein.

Ferner bemängelt die Stadt den „falschen Umgangston“ der Bauüberwachung mit den beteiligten Firmen und ausbleibende Rundgänge über die Baustelle. Auch einen versuchten Diebstahl von Dämmmaterial musste die Stadt bereits verzeichnen. Doch damit ist die Liste an Problemen längst nicht abgeschlossen: So verweigerte das Unternehmen, das den Zuschlag für die Nassputzarbeiten erhalten hatte, die Arbeitsaufnahme. Dem Unternehmen wurde inzwischen fristlos gekündigt. Auch die Lieferung der Fenster erfolgte nur verzögert, weshalb unter anderem im Mai die Klinkerarbeiten unterbrochen werden mussten.

Nun arbeitet die Stadt gemeinsam mit den betroffenen Akteuren an Lösungen, um die letzten Bauarbeiten störungsfreier über die Bühne zu bringen. Geplanter Fertigstellungstermin ist der 26. März 2016.