Profis und Laien malen um die Wette

Lehmbruck-Museum

20 Meter Leinwand, 20 Amateur-Künstler und zwei Profis: Das waren die Ausgangsbedingungen für die „deckkraft open“, die im Lehmbruck-Museum begonnen hat. Die große Gemälde-Aktion ist ein Experiment mit offenem Ausgang.

Duisburg

von Anna Gellner

, 31.01.2014, 17:09 Uhr / Lesedauer: 2 min
Profis und Laien malen um die Wette

Marc von Criegern, einer der Profis, musste auf die Leiter steigen, um an den oberen Rand der 3,5 Meter hohen Leinwand zu gelangen.

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deckkraft open im Lehmbruck-Museum

Das Lehmbruck-Museum hat eine ungewöhnliche Mal-Aktion organisiert: die "deckkraft open". Hier Mal Laien und Profis. Wir zeigen Bilder dieser Aktion.
31.01.2014
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Profis und Laien malen bei der "deckkraft open" gemeinsam an einem riesigen Gemälde.© Gellner
Profis und Laien malen bei der "deckkraft open" gemeinsam an einem riesigen Gemälde.© Gellner
Profis und Laien malen bei der "deckkraft open" gemeinsam an einem riesigen Gemälde.© Gellner
Profis und Laien malen bei der "deckkraft open" gemeinsam an einem riesigen Gemälde.© Gellner
Profis und Laien malen bei der "deckkraft open" gemeinsam an einem riesigen Gemälde.© Gellner
Profis und Laien malen bei der "deckkraft open" gemeinsam an einem riesigen Gemälde.© Gellner
Profis und Laien malen bei der "deckkraft open" gemeinsam an einem riesigen Gemälde.© Gellner
Profis und Laien malen bei der "deckkraft open" gemeinsam an einem riesigen Gemälde.© Gellner

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deckkraft open im Lehmbruck-Museum

Das Lehmbruck-Museum hat eine ungewöhnliche Mal-Aktion organisiert: die "deckkraft open". Hier Mal Laien und Profis. Wir zeigen Bilder dieser Aktion.
31.01.2014
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Profis und Laien malen bei der "deckkraft open" gemeinsam an einem riesigen Gemälde.© Gellner
Profis und Laien malen bei der "deckkraft open" gemeinsam an einem riesigen Gemälde.© Gellner
Profis und Laien malen bei der "deckkraft open" gemeinsam an einem riesigen Gemälde.© Gellner
Profis und Laien malen bei der "deckkraft open" gemeinsam an einem riesigen Gemälde.© Gellner
Profis und Laien malen bei der "deckkraft open" gemeinsam an einem riesigen Gemälde.© Gellner
Profis und Laien malen bei der "deckkraft open" gemeinsam an einem riesigen Gemälde.© Gellner
Profis und Laien malen bei der "deckkraft open" gemeinsam an einem riesigen Gemälde.© Gellner
Profis und Laien malen bei der "deckkraft open" gemeinsam an einem riesigen Gemälde.© Gellner

„Ich gehe davon aus, dass es ein Werk mit ästhetischen Ansprüchen wird“, sagt die Direktorin des Lehmbruck-Museums, Söke Dinkla. Schließlich malen zwar vor allem Amateure – sie alle hatten sich aber zuvor in einem Kunst-Casting durchsetzen müssen. Und dafür auch Arbeitsproben abgeliefert.

So wie Karola Schmitz. Malen ist das größte Hobby der 69-jährigen Duisburgerin – „richtig zu malen gelernt habe ich aber zuletzt in der Schule“. Nun wagt sie den Neustart. Und bewundert die vielen Techniken, die es heutzutage gibt. „In der Schule hatten wir damals nur Aquarell“, sagt sie. Auch der Kunstlehrer Matthias Moser ist unter den Teilnehmern. „Auf einer so großen Leinwand zu malen, ist eine Riesengelegenheit“, findet der 53-Jährige. Er freut sich darauf, das Werk am Ende als „sinnvolles Ganzes“ betrachten zu können – und das mitten in der Stadt, sichtbar für jeden, der an der Straßengalerie des Museums vorbeikommt. Die Chance, das Museum für die Menschen in der Bevölkerung zu öffnen, war auch einer der Kerngedanken der Direktorin. „So wird das Museum zu einem großen Atelier, das sich in den Stadtraum öffnet“, sagt Dinkla. Sie hatte das Projekt in Anknüpfung an die Expressionisten-Ausstellung im Lehmbruck-Museum initiiert. „Wir wollten ein Gruppenerlebnis schaffen, das es so ähnlich bei den Expressionisten gab“, erzählt sie. Auch diese Künstler Anfang des 20. Jahrhunderts hätten sich in Gruppen wie der „Brücke“ oder dem „Blauen Reiter“ organisiert – und viel über ihre Kunst debattiert. Auch bei der Duisburger Aktion müssten die Künstler erleiden, dass ihr Werk von anderen korrigiert wird. Dinkla: „Andererseits entsteht auf diese Weise etwas, das man alleine nicht gemacht hätte.“

Am 13. Februar soll das Kollektiv-Werk dann endgültig fertig sein und in einer Vernissage vorgestellt werden – und möglichst auch noch eine Zeit lang im Museum hängen bleiben.   

 

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