Programm der 64. Berlinale kann sich sehen lassen

Clooney kommt

Die 64. Berlinale rückt näher. Festival-Chef Dieter Kosslick stellt auf der Pressekonferenz die wichtigsten Filme vor, die vom 6. bis 16. Februar um den Goldenen Bären konkurrieren, darunter vier deutsche Beiträge. Außerdem stellt er den versammelten Journalisten den Star in Aussicht, dem alle entgegen fiebern.

BERLIN

von Von Patrick Wildermann

, 28.01.2014, 14:38 Uhr / Lesedauer: 1 min
Programm der 64. Berlinale kann sich sehen lassen

Der Film "Kreuzweg" ist einer der vier deutschen Wettbewerbsbeiträge der Berlinale. Der Dortmunder Schauspieler Michael kamp (l.) spielt den Vater.

„The Monuments Men“ läuft zwar außer Konkurrenz. Die Geschichte einer amerikanischen Spezialeinheit, die im Zweiten Weltkrieg Kunstwerke vor der Zerstörung durch Hitlers Schergen zu retten versucht, verspricht trotzdem ein Wettbewerbs-Höhepunkt zu werden. Zumal das Thema Kunst in der Nazizeit ja durchaus Konfliktstoff über die Leinwand hinaus bietet, wie jüngst der Fall Gurlitt bewies.

Auch an der cineastischen Heimatfront wird Spannendes aufgeboten. Und zwar geballt. Vier deutsche Beiträge im Wettbewerb – das gab es zuletzt 1986, wie Kosslick nicht ohne Stolz betont.

Dominik Graf schickt seine „Geliebten Schwestern“ ins Rennen, eine Dreiecksballade um Caroline von Beulwitz und Charlotte Lengefeld, die sich anno 1788 in den gleichen Mann verlieben: Friedrich Schiller.

Dietrich Brüggemann erzählt in seinem 14-Stationen-Drama „Kreuzweg“ von einem jungen Mädchen, das den Pfad der Heiligkeit beschreiten will.

Edward Bergers „Jack“ dagegen begleitet zwei junge Brüder auf der Suche nach ihrer Mutter durch Berlin.

 Und Feo Aladags Film über Bundeswehrsoldaten in Afghanistan – „Zwischen Welten“ betitelt – ist mit Schauspielern wie Roland Zehrfeld und Burghart Klaußner an Originalschauplätzen entstanden.  

Vom Eröffnungsfilm „The Grand Budapest Hotel“ (von Regie-Exzentriker Wes Anderson) bis zu Richard Linklaters dreistündiger Familiengeschichte „Boyhood“ – das Programm der 64. Berlinale kann sich sehen lassen, zumindest auf dem Papier. Ebenso die Gästeliste, auf der Namen wie Charlotte Gainsbourg, Bill Murray, Bradley Cooper, Catherine Deneuve und Toni Collette stehen. Mit Dieter Kosslick zusammengefasst: „Es kommen alle. Außer ein paar“.

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