Projekt "Lebensart" hilft Alleinerziehenden

Wiedereinstieg in den Beruf

Die eigenen Stärken erkennen, Selbstvertrauen gewinnen, sich besser verkaufen können – das sollen 22 alleinerziehende Mütter aus Bochum lernen. Sie sind Teil des neun Monate langen Projekts Lebensart, einer Kooperation des Jobcenters und der Defakto GmbH.

BOCHUM

, 30.10.2014, 05:53 Uhr / Lesedauer: 2 min
Projekt "Lebensart" hilft Alleinerziehenden

Die Teilnehmerinnen des Projekts "Lebensart".

Angelegt ist das Projekt auf eine Dauer von neun Monaten. An zwei Tagen haben die Teilnehmerinnen ein Job-Coaching, an zweien die Theaterproben. Am fünften Tag gibt es dann die interdisziplinäre Verschränkung beider Teile. Während der Projektdauer absolvieren die alleinerziehenden Mütter auch Praktika. Wo sie die machen, ist grundsätzlich ihnen überlassen. Auch in Nachbarstädten gibt es diese Projekte.

Trotzdem ist der Wiedereinstieg in das Berufsleben für Alleinerziehende schwierig, wie eine Mutter berichtet: „Ohne Arbeit bekomme ich keinen Kita-Platz, aber ohne Kita-Platz habe ich keine Zeit, um arbeiten zu gehen“, sagt sie. Auch würden oft Plätze in unmittelbarer Nähe fehlen: „Wenn es einen freien Platz in einer Kita am Ende der Stadt gibt, brauchen sie ein Auto.“ An den gesellschaftspolitischen Voraussetzungen kann das Projekt nichts ändern. Doch es kann die Alleinerziehenden aufbauen, ihnen Mut für die Arbeitssuche machen und sie in den sogenannten „soft skills“ qualifizieren: „Dazu gehört wieder Vertrauen in sich zu haben, aber auch ein überzeugendes, selbstbewusstes Auftreten“, sagt Projektleiterin Myriam Steinbrecher.

Deshalb gibt es innerhalb des Projekts auch zwei Schwerpunkte: Während Jobcoachin Jutta Jordan auf die Berufswelt vorbereitet, erarbeitet Theaterpädagogin Britta Mannes mit den Teilnehmerinnen ein eigenes Theaterstück. Noch Anfang September, als das Projekt offiziell begann, wäre es für viele der Mütter undenkbar gewesen, sich auf eine Theaterbühne zu trauen. Nun aber haben alle ihre Hemmschwelle überwunden, lernen stark für sich aufzutreten und dennoch im Team zu arbeiten. So ist Teilnehmerin Esther auch sichtlich bewegt als sie über die ersten Wochen resümiert: „Es ist für mich sehr bestärkend gewesen“, sagt sie. Ihre anfängliche Skepsis sei der Begeisterung gewichen: „Es ist eine tolle Idee, die uns gut auf die dunklen und hellen Seite der Arbeitswelt vorbereitet“, sagt sie. Wer sich selbst ein Bild von dem Projekt machen will, hat dazu im Frühjahr die Gelegenheit. Dann werden die 22 Mütter ihr Theaterstück aufführen.

Angelegt ist das Projekt auf eine Dauer von neun Monaten. An zwei Tagen haben die Teilnehmerinnen ein Job-Coaching, an zweien die Theaterproben. Am fünften Tag gibt es dann die interdisziplinäre Verschränkung beider Teile. Während der Projektdauer absolvieren die alleinerziehenden Mütter auch Praktika. Wo sie die machen, ist grundsätzlich ihnen überlassen. Auch in Nachbarstädten gibt es diese Projekte.

Schlagworte: