Promis, Schwachsinn und die Mode-Polizei

"Zoolander 2" im Kino

Filmsatiren, bissig, geistreich, witzig, über die Mode-Branche? Da wären Robert Altmans "Prêt-à-Porter", Sasha Baron Cohens "Brüno", dann noch "Der Teufel trägt Prada". Vor 15 Jahren kam uns Ben Stiller mit der Fashion-plusTerror-Klamotte "Zoolander". Eben dort hat er jetzt angestrickt, wieder einen dünnen Plot schneidern lassen, der vage um die Eitelkeiten der "Fashionista" und eine Verschwörung kreist.

18.02.2016 / Lesedauer: 2 min
Promis, Schwachsinn und die Mode-Polizei

Ben Stiller als Derek Zoolander und Owen Wilson als Hansen sind ein gutes Team.

"Zoolander 2" (Regisseur: Ben Stiller) beginnt mit dem Katzenjammer der Ex-Models Derek Zoolander (Stiller) und Hansel (Owen Wilson), die einsehen, dass sie völlig "out" sind, total von gestern. Was soll's - die beiden wollen zurück ins Rampenlicht. Auf der Modeschau der jungen Gecken, die bei den Kreativen den Ton angeben, werden die Oldies als Witzfiguren verheizt. Eine Erfahrung mehr.

Justin Bieber ermordet

Jetzt naht Valentina Valencia von Interpol, Abteilung Fashion-Polizei, gespielt von der hinreißenden Penélope Cruz: Justin Bieber wurde ermordet. Jemand tötet Popstars, die Spur führt in die Modewelt, Riesenschweinerei im Gang! Derek und Hansel sollen in der Branche ermitteln. Zoolanders alter Feind Mugato (Will Ferrell) brummt im "Fashion-Knast" seine Strafe ab. Derek befragt den Schurken und verhilft ihm ungewollt zum Ausbruch. Weil er ein begriffsstutziger Vollhorst ist.

Modezaren wollen Blut

Zoolander junior sieht das auch so, er zeigt dem Papa die kalte Schulter. Als der Junge entführt wird und ein Pfarrer in Rom (Sänger Sting!) von einem Auserwählten faselt, dessen Blut die Modezaren trinken wollen, muss die Fashion-Polizei handeln. Wenn das nicht eine schwachsinnige Geschichte ist: die Thrillertünche von "Sakrileg" über kindischem Gekasper, das mit seinem Auftrieb an Prominenten prahlt.

Wer alles sein Gesicht hinhält: Kiefer Sutherland, Milla Jovovich, Susan Sarandon, John Malkovich, Katy Perry, Willie Nelson, Naomi Campbell, Kate Moss. Hilft aber alles nichts gegen hergesuchte lahme Witze, die bloß so tun, als brauchten sie den Modezirkus als Resonanzkörper.