Prozess gegen Inhaber einer Großbäckerei vertagt

Zeugin fehlte unentschuldigt

Die für Dienstag (29.10.) angesetzte Fortsetzung des Verfahrens gegen den Betreiber einer Wittener Großbäckerei, seine Ehefrau und die Personalchefin musste vor dem Amtsgericht erneut vertagt werden. Grund dafür war eine wichtige Zeugin, die unentschuldigt nicht erschienen war.

WITTEN

von Von Andreas Tietz

, 29.10.2013, 13:42 Uhr / Lesedauer: 1 min

Laut Anklage der Staatsanwaltschaft sollen sie Mitarbeiterinnen, die des Diebstahls verdächtigt oder überführt wurden, mit Drohungen dazu gebracht haben, Aufhebungsverträge und Schuldeingeständnisse mit teils hohen Geldbeträgen zu unterschreiben.Die Mitarbeiterinnen sollen sich ohne zu bezahlen während der Arbeit selbst in der Auslage oder am Kühlschrank bedient haben.

So sollten offenbar Abmahnungen und Kündigungen umgangen werden, die vor einem Arbeitsgericht hätten angefochten werden können. Der Verteidiger des Bäckereibesitzers hob am Dienstag im Rahmen eines weiteren Beweisantrags hervor, dies sei eine von der Bäckerinnung empfohlene Vorgehensweise, die rechtlich nicht zu beanstanden sei. Dies löste unter den zahlreich erschienenen Zuschauern Kopfschütteln aus.

Eine weitere Klärung soll nun die Befragung nicht nur der säumigen Zeugin, sondern auch weiterer Personen erbringen - unter ihnen der Notar, der die Urkunden der Schuldeingeständnisse ausgefertigt hatte.  Letzlich geht es um die Frage, ob die betroffenen Mitarbeiterinnen tatsächlich wie von den Angeklagten behauptet völlig unbeeinflusst unterschrieben haben und ob das notarielle Verfahren den rechtlichen Vorgaben entsprach.

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