Prozess gegen Serienbetrüger hat begonnen

Fälschung

Über ein „Millionen-Märchen“, 220.000 Euro Schaden und gefälschte Dienstsiegel der Bochumer Staatsanwaltschaft verhandelt derzeit das Bochumer Landgericht. Der Prozess gegen einen Mann, der auf dem Papier steinreich war, in echt aber nur ein dreister Fälscher war, hat am Freitag, 1. August, begonnen.

BOCHUM

01.08.2014, 17:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Vor dem Landgericht muss sich ein mutmaßlicher Serienbetrüger verantworten

Vor dem Landgericht muss sich ein mutmaßlicher Serienbetrüger verantworten

Laut Anklage wurden ihm Beträge von 2000, über 15.000 bis hin zu 40.000 Euro übergeben. Insgesamt 220.000 Euro. Außerdem gehörten offenbar auch ein Sportgeschäft und ein Hotel zum Kreis der Betrugsopfer. Ohne einen Cent Geld in der Tasche soll sich der „falsche Millionär“ mit seiner Familie in einem Gasthaus einquartiert haben. Als die Hotelrechnung bis auf 4288 Euro angeschwollen war, wurden er und seine Familie im hohen Bogen rausgeworfen. Nach RN-Informationen stieß ein alter Wohnungsvermieter des Angeklagten später bei einer Kellerentrümplung auf haufenweise belastendes Material samt eines falschen Staatsanwaltschaft-Siegels. Seit März sitzt der mutmaßliche Großbetrüger in Haft. Zum Auftakt signalisierte er ein Teilgeständnis. 

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