Publikumspreise und Kritikerpreis wurden verliehen

Schauspielfreunde

Es war schon eine sehr spezielle Schauspiel-Spielzeit, auf die Sebastian Franssen von den Schauspielfreunden am Sonntag im Megastore zum Saisonende zurückblickte. Aber zunächst mal bat er die Gewinner der Schauspielpreise auf die Bühne. Wir zeigen, wer gewonnen hat.

DORTMUND

, 10.07.2017, 17:12 Uhr / Lesedauer: 2 min
Publikumspreise und Kritikerpreis wurden verliehen

Schauspielchef Kay Voges.

Das Dortmunder Schauspielpublikum hat gewählt, mit mehr als 1000 Stimmabgaben über die Wahlzettel im Megastore und online auf RN.de.

Beliebtester Schauspieler ist Andreas Beck, unter anderem wohl für sein Solostück „Die schwarze Flotte“ und seinen wunderbar schrägen Auftritt als Chewbacca-Lookalike in „Einstein on the Beach“. Diese Inszenierung gewann den Publikumspreis als bestes Stück (Frage ans Stadtmarketing: Der Logik der Benennungen von Dortmunder Ereignissen der letzten Zeit folgend, müsste ein Schauspielpreis eigentlich „DOscar“ heißen, richtig?).

Die Jury der Theaterkritiker verlieh ihren „Kritikerpreis“ an die Dramaturgen des Schauspiels Michael Eickhoff, Anne-Kathrin Schulz, Alexander Kerlin, Dirk Baumann und Matthias Seier für deren engagierte Aufarbeitung aktueller politischer Recherchen in den Stücken „Die schwarze Flotte“, „Flammende Köpfe“, „Nach Manila“ und „Trump“.

Einen Sonderpreis stiftete ein anonymer Sponsor und ließ ihn Merle Wasmuth überreichen, als Anerkennung aller ihrer Schauspielleistungen in dieser Spielzeit.

Atmosphäre war freundschaftlich und entspannt

Während der Rede standen die Schauspielmitarbeiter und Zuschauer im kleinen Raum des „Trump“-Bühnenbildes und spürten, was der Megastore aus Sommerwärme macht: noch mehr Wärme. Störte aber niemanden, die Atmosphäre war freundschaftlich und entspannt, die meisten waren leger gekleidet und die Mitarbeiter wirkten erleichtert, dass diese Spielzeit im Megastore mit seinen vielen technischen und räumlichen Problemen vorbei und das Ende absehbar ist (im Dezember soll es im alten Haus wieder losgehen).

Intendant Kay Voges verabschiedete sich mit sehr herzlichen Worten von Schauspieler Sebastian Kuschmann, der nach Frankfurt geht, und von Regieassistentin Wiebke Rüter und Videomitarbeiterin Julia Gründer. Ensemblemitglied Kuschmann verabschiedeten die übrigen Schauspieler mit einem lustig hemdsärmeligen und dafür umso inbrünstigeren Ständchen.

Videos, Fotos und Zeitungsausschnitte

Schauspielfreund Franssen erinnerte mit Videos, Fotos und Zeitungsausschnitten an die Höhepunkte der Saison: die Inszenierungen, die besonders hängen geblieben sind – wie zum Beispiel „Einstein“, „Das Interview“, „Trump“, „Nach Manila“ – und natürlich die Einladung des Berliner Theatertreffens für „Borderline Prozession“, die größte Ehrung und Anerkennung, die das Schauspiel in der nun beendeten Spielzeit erfahren hat.

Die Kritikerjury besteht aus Journalisten, die regelmäßig übers Dortmunder Schauspiel schreiben: Honke Rambow (K-West), Sascha Westphal (nachtkritik.de), Stefan Keim (WDR), Dietmar Zimmermann (theaterpur.net), Ralf Stiftel (Westfälischer Anzeiger), Arnold Hohmann (WAZ) und Tilman Abegg. Alle Preise mit Ausnahme des Sonderpreises stiften die Schauspielfreunde. Preisgeld sind jeweils 1000 Euro. Zu Beginn der nächsten Spielzeit im September und Oktober zeigt das Schauspiel noch die beiden Stücke „Borderline Prozession“ und „Heimliche Helden im Megastore in Hörde, Felicitasstraße 2. Am 16. Dezember ist die erste Premiere im Schauspielhaus.

 

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