Qualität und Mentalität im Kader

VfL fehlt ein Heimsieg

Als "eingeschränkt zufrieden" bezeichnete sich Peter Neururer nach dem dritten Heim-Remis in dieser Saison. Dass der Trainer und seine Mannschaft den großartig unterstützenden Fans in dieser Spielzeit immer noch keinen Heimsieg präsentieren konnten, nagt ein wenig an den Bochumern.

BOCHUM

von Uli Kienel und Martin Jagusch

, 14.09.2014, 13:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Malcom Cacutalua (re.), hier im Duell mit Karlsruhes Koen van der Biezen, beeindruckte seinen Trainer mit der Leistung am Freitagabend.

Malcom Cacutalua (re.), hier im Duell mit Karlsruhes Koen van der Biezen, beeindruckte seinen Trainer mit der Leistung am Freitagabend.

Die Gründe für das 1:1 gegen den Karlsruher SC waren offensichtlich und wurden vom Trainer so beschrieben: "Im ersten Durchgang haben unsere Außenverteidiger viel zu hoch gestanden und dem KSC damit den Raum für Konter gegeben. Außerdem haben wir uns damit im Mittelfeld selbst den Raum und die Anspielstationen genommen."

Dieser Fehler wurde nach der Pause abgestellt, die Bochumer erarbeiteten sich danach sichtbare Vorteile. Erzwingen ließ sich der erste Heimsieg auch nicht mit der späten Einwechselung von Mikael Forssell. Der Finne war glücklich mit seinen ersten Einsatzminuten und lobte anschließend die Qualität seiner neuen Mannschaft. "Wir sind immer noch ungeschlagen. Das spricht für sich", meinte Forssell, der sich nun im Training für weitere und vor allen Dingen längere Einsatzzeiten empfehlen möchte. "Nach dem Spielverlauf wissen wir aber, dass der eine Punkt absolut in Ordnung ist", meinte der routinierte Angreifer.Plötzlich im Spiel

Von Routinie noch weit entfernt ist dagegen der junge Innenverteidiger Malcom Cacutalua, der plötzlich vor dem Pausenpfiff den verletzten Kapitän Patrick Fabian ersetzen musste. Trainer Peter Neururer war vom Debüt des DFB-Auswahlspielers im VfL-Trikot angetan: "Er musste völlig unvorbereitet auf den Platz, aber ich habe keine Unsicherheit in seinem Auftreten gesehen", schilderte Bochums Trainer seine Eindrücke.

Malcolm Cacutalua blieb seiner Linie treu und zurückhaltend in der Kommentierung: "Ich habe versucht, sofort da zu sein, aber die Automatismen müssen sich noch finden. Es war eine tolle Erfahrung, vor so einem euphorischen Publikum mein Debüt zu geben." Was Cacutalua besonders beeindruckte: "Man hat gesehen, was für eine Mentalität in der Mannschaft steckt. Nach dem Rückstand hat keiner aufgegeben, alle haben immer weiter nach vorne gespielt."

 

 

Lesen Sie jetzt