Quartiersmanagement Westerfilde hat jetzt mehr Personal

Eigenes Büro geplant

Gute Nachrichten machen häufig einen großen Bogen um Westerfilde. Zur Abwechslung gibt es für den Stadtteil jetzt mal eine Punktlandung: So ist das Quartiersmanagement Westerfilde/Bodelschwingh dort seit Anfang März mit zusätzlichem Personal und mehr Stunden im Einsatz. Wie erklären, wie es dazu kam.

WESTERFILDE

, 31.03.2016, 17:57 Uhr / Lesedauer: 2 min
Quartiersmanagement Westerfilde hat jetzt mehr Personal

Für das Quartiersmanagement Westerfilde/Bodelschwingh im Einsatz (v.l.): Silke Freudenau, Dirk Ruß, Juliane Hagen, Susanne Linnebach (Abteilungsleiterin Stadterneuerung) und Stefanie Gerszewski, Projektleiterin Quartiersmanagement in der Abteilung Stadterneuerung.

In den vergangenen Jahren wurde das Quartiersmanagement aus Haushaltsmitteln der Stadt finanziert, nun läuft es über das Programm „Soziale Stadt“. Dadurch konnten die Wochenstunden ordentlich aufgestockt werden: von knapp zehn auf 60. Auch das Team wurde vergrößert. So unterstützt neuerdings Silke Freudenau von der Diakonie Dortmund die bisherigen Quartiersmanager Dirk Ruß und Juliane Hagen (beide Planungsgruppe Stadtbüro).

Gemeinsam haben sie eine – zunächst provisorische – Anlaufstelle im Quartier eingerichtet. Bis das eigene Büro fertig ist, sind sie im Gemeindehaus der evangelischen Noah-Gemeinde an der Westerfilder Straße 11 anzutreffen.

Quartiersmanagement ist Schnittstelle zwischen Verwaltung und Bewohnern

Die Quartiersmanager sind im Viertel die ersten Ansprechpartner, wenn es um die vielen Aufgaben der Stadterneuerung geht. Dazu zählen etwa die Neugestaltung des Marktplatzes in Westerfilde, die Aufwertungen der Freiflächen sowie die Verschönerung von Höfen und Fassaden. Auch kleinere, stadtteilbezogene Projekte und Aktionen sollen gefördert werden. Dabei fungiert das Quartiersmanagement quasi als Schnittstelle zwischen Verwaltung und Bewohnern.

Zurzeit nehmen Silke Freudenau, Dirk Ruß und Juliane Hagen viele Termine mit Akteuren aus dem Quartier wahr. Ab Montag wollen sie Geschäftsleute in Westerfilde besuchen, unter anderem um Werbung für das Sommerfest am 19. Juni (Sonntag) und den Bürgerdialog am 18. April (Montag) zu machen.

„In Westerfilde passiert richtig viel. Wir sind froh, dass wir jetzt vor Ort sind und die zahlreichen Aktionen, die von der Stadt, aber auch aus dem Stadtteil selbst angestoßen worden sind, unterstützen können“, zieht Juliane Hagen eine erste positive Bilanz.

Stadtteilfonds soll Nachbarschaften stärken

Ausdrücklich laden sie und ihre beiden Kollegen die Anwohner dazu ein, sich in ihrem Büro bei einer Tasse Kaffee oder Tee über aktuelle Entwicklungen, künftige Planungen oder Fördermöglichkeiten wie das Hof- und Fassadenprogramm zu informieren. Sie wollen dabei helfen, Projekte zu entwickeln, Initiativen aufzubauen, Gleichgesinnte für Aktionen sowie Finanzierungsmöglichkeiten zu finden.

Apropos Finanzen: Zurzeit wird ein Stadtteilfonds eingerichtet, über den viele Aktivitäten laufen sollen. Vor allem Projekte, die das Ziel haben, Nachbarschaften im Quartier zu stärken, Integration zu fördern und das Wohnumfeld aufzuwerten. Stadtsprecherin Heike Thelen appelliert: „Das Programm wird die größte Wirkung im Quartier entfalten, wenn sich möglichst viele Bewohner aktiv an der Umsetzung beteiligen.“