R15 Lokal - Spelunke mit gutem Ruf

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Das Lokal an der Rottstraße 15 - kurz R15 - ist Veranstlatungsort für Kulturveranstaltungen verschiedenster Art und Anlaufpunkt für ein breitgefächertes Publikum. Früher eine Altherrenkneipe avanciert das R15 aktuell zu einem kulturellen Treffpunkt in Bochum.

BOCHUM

von Nadine Schulte

, 29.08.2012, 18:17 Uhr / Lesedauer: 2 min

Chippendale-Sofas und alte Kerzenständer sorgen im vorderen Gastraum des R15 für Vintage-Flair und Gemütlichkeit. „Das erzeugt ein bisschen Kreuzberg-Charme“, erklärt Zöpel die Wahl der Innenausstattung. Was früher eine Altherrenkneipe war, ist nun im Begriff sich zum kulturellen Treffpunkt zu mausern. Man kennt das R15. „Den Leuten sagt der Namen mittlerweile schon was“, sagt Zöpel. Der hintere Veranstaltungsraum wird für Ausstellungen genutzt. Auch in Zukunft soll es jeden Monat mindestens 15 kulturelle Events geben, wie zum Beispiel Lesungen, Kurzfilm- und Hörspielabende und bald auch ein Schachturnier. „Den Leuten soll die Angst vor Kultur genommen werden“, sagt Zöpel über sein Konzept, das mit langatmigen Museumstouren wenig zu tun hat.Eine Besonderheit des Lokals ist die kleine Leseecke. Alle Bücherwürmer werden zum Winter wieder die Möglichkeit haben, ein Buch aus dem Regal zu nehmen und es sich in einem der Sessel bequem zu machen. Die gegenüberliegende Wand wird von zahlreichen Bildern mit heimatlichen Motiven in Goldrahmen geschmückt. Die Fantasie der Leser soll dadurch zusätzlich angeregt werden. Unter dem Titel „Ey, was geht nach der Schule?“ sollen junge Schüler, die vor ihrem Abschluss stehen, aber auch Schulabbrecher künftig die Gelegenheit haben, im R15 an Bewerbungstrainings teilzunehmen. Wann das Projekt realisiert wird steht allerdings noch nicht fest.

Eine große Gastronomieküche lockt den gelernten Koch Zöpel an die Töpfe. Momentan wird auf Anfrage Pasta mit Pesto aus einer Feinkost-Manufaktur serviert. Da Besitzer Zöpel vieles in Eigenregie macht und häufig auch den Service übernimmt, war eine umfangreiche Bewirtung bislang nicht möglich. Ab Dienstag, 4. September, soll aber die neue Tapas-Karte mit hausgemachten Snacks und Fingerfood für mehr kulinarische Vielfalt sorgen.