Radroutenplaner verschweigt Erzbahntrasse

Nicht etwa, dass sich das Online-Portal Radroutenplaner NRW in Bochum nicht zurechtfinden würde. Doch einen gravierenden Fehler macht der digitale Reise-Organisator: Er verschweigt die Erzbahntrasse, einen der schönsten und beliebtesten Radwege der Stadt.

von Von Christoph Walter

, 02.03.2009, 17:23 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nichts von alledem bekommen Radfahrer zu sehen, die blind auf den Online-Routenplaner vertrauen. Der digitale Reiseführer leitet seine Nutzer im Zickzackkurs mitten durch den Stadtverkehr in Wattenscheid und Gelsenkirchen zum Ziel. Über einen Umweg von fast vier Kilometern. „Dabei kennt der Planer die Erzbahntrasse sehr wohl, im Kartenmaterial ist sie verzeichnet“, stellte Klaus Kuliga, Vizevorsitzender des Allgemeinden Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) Bochum, verblüfft fest, als er den Systemfehler zufällig entdeckte.Dem Kuriosum ist Kuliga mit Portalbetreiber Ralf Johnen von der Ingenieurgruppe IVV auf den Grund gegangen. Des Rätsels Lösung: Der Routenplaner kenne die A 42-Unterführung der Erzbahntrasse kurz vor dem Kanalhafen Grimberg nicht, erklärte Johnen. Im Sommer soll der Fehler behoben sein. Schon jetzt lässt sich das System mit einem Trick überlisten: Wer zwei Zwischenpunkte an der Unterführung setzt, gelangt auf den rechten Weg.