Radsport: Nach Sturz beim Six-Days-Finale Zwangspause für Beikirch

BOCHUM Andreas Beikirch wollte sich nicht ärgern, tat es aber dennoch. Von seinem Sturz bei den Six Days in Hasselt (RN berichteten) hatte er sich mittlerweile erholt, doch mit seinem Saisonfinale war der 6-Tage-Routinier aus dem Team Sparkasse gar nicht einverstanden.

25.02.2009, 13:26 Uhr / Lesedauer: 1 min
Radsport: Nach Sturz beim Six-Days-Finale Zwangspause für Beikirch

Andreas Beikirch beendete die Saison der Sechs-Tage-Rennen mit einem schweren Sturz im belgischen Hasselt.

 "Das hatte ich mir anders vorgestellt. Nach dem Sturz in Bremen war ich wieder gut drauf. Und dann folgte in Hasselt der nächste Crash", kommentierte Beikirch seinen Sturz beim letzten 6-Tage-Rennen der Saison.

Aufs Holz geknallt

Was war passiert? Am zweiten Tag war Beikirch, der mit dem jungen Belgier Ingmar De Poortere antrat, bei Tempo 50 aufs Holz geknallt. Die Manschaft De Fauw/Vermeulen war nach einem Wechselfehler zu Fall gekommen. "Ich hatte kein Platz mehr zum Ausweichen. Da war keine Chance", erinnerte sich Beikirch nur ungern zurück. Die ersten Gedanken galten natürlich seinem in Bremen angebrochenen Rückenwirbel. Starke Prellungen Immerhin hatte der 38-Jährige erst kurz vor den Six-Days grünes Licht für den Renneinsatz erhalten. Der Rücken hielt, dafür schmerzte in Holland das Knie, am nächsten Tag die Rippen. Diagnose: Beide Körperteile waren stark geprellt, eine Weiterfahrt äußerst schmerzhaft. Bis zum fünften Tag hielt Beikirch trotz großer Atemprobleme durch, dann stieg er aus. "Da kann man schon die Lust verlieren. Ich konnte mich gut am ersten Abend nach der langen Verletzungspause einrollen. Ich war zufrieden, alles im grünen Bereich, eine Runde zurück auf die Spitze. Das war mehr als man erwarten konnte. Aber dann so etwas." Erfolgreiche Saison

Dabei durfte man die Saison 2008/2009 getrost unter dem Begriff "erfolgreich" verbuchen. Immerhin schaffte Andreas Beikirch gleich mehrmals den Sprung aufs Podium. In Dortmund mit Robert Bartko Zweiter, in Gent mit dem jungen Belgier de Ketele Dritter. Dazu Rang vier in Rotterdam, wobei es zwischendurch schon fast nach einem Sieg aussah. In Zürich erkämpfte er sich Platz fünf (mit Danilo Hondo), Weihnachten fuhr er hinter der Stehermaschine im Weltpokal in Dortmund auf Platz zwei.