Rätsel um toten Fuchs in Wellinghofen: keine Tierquälerei

Wildtier im Wohngebiet

Ein toter Fuchs beschäftigt die Menschen im Stadtteil Wellinghofen. Ein Jäger erschoss das schwer verletzte Tier an der Godefriedestraße. Anwohner wollen zuvor gesehen haben, wie der Fuchs von einem Mann brutal misshandelt worden sei. Der Polizei liegt aber keine Anzeige vor. Jetzt hat sich die zuständige Jagdbehörde gemeldet.

WELLINGHOFEN

, 06.03.2017, 01:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wildtiere haben in den vergangenen Jahrzehnten in NRW einen Wandel mitgemacht. Tiere, wie Uhu, Fuchs oder Wildschwein haben die Großstadt entdeckt.

Wildtiere haben in den vergangenen Jahrzehnten in NRW einen Wandel mitgemacht. Tiere, wie Uhu, Fuchs oder Wildschwein haben die Großstadt entdeckt.

Update 16.55 Uhr: Das sagt die Untere Jagdbehörde

In dem Fall liegt nun die Einschätzung der Unteren Jagdbehörde im städtischen Umweltamt vor. Laut dieser gibt es keinen Hinweis auf eine mögliche Misshandlung. Die Untere Jagdbehörde der Stadt Dortmund bestätigt Berichte von Zeugen, nach denen der Fuchs schon durch einen Verkehrsunfall schwer verletzt in das Wohngebiet gekommen sei.

„Das Tier hat noch zwei Zäune überwunden und konnte dann erst von seinen Leiden durch einen Schuss erlöst werden“, heißt es aus der Behörde.

Ursprüngliche Meldung: 

Bei dem Rätsel um den toten Fuchs in Wellinghofen steht fest: Laut Polizeisprecherin Dana Seketa gab es am Morgen des Mittwoch (1.3.) einen Einsatz wegen eines durch ein Auto verletzten Fuchses. Die Polizisten riefen, wie in solchen Fällen üblich, den für diesen Bezirk zuständigen Jäger hinzu. "Jagdausübungsberechtigter" lautet das bürokratische Fachwort dafür. Dieser beschloss aufgrund der Schwere der Verletzungen das Tier zu erlösen und tötete es mit einem Schuss. 

Eine Beobachterin, die nicht namentlich genannt werden möchte, berichtet von einem Vorfall, der sich einige Minuten zuvor abgespielt haben soll. Das Jungtier habe sich in einem Vorgarten verirrt. Dort habe ein Mann mehrfach auf den Fuchs eingeschlagen, verletzte ihn schwer und rief danach die Polizei.

Diese hat allerdings keine Hinweise auf eine Misshandlung. „Wenn es Hinweise auf Tierquälerei gibt, sind wir auf Hinweise angewiesen. Dann ermitteln wir auch, denn es ist eine Straftat“, sagt Dana Seketa.

Der Fuchs, so berichten es Nachbarn, habe die Wohnsiedlung regelmäßig aufgesucht. Er sei von Einzelnen sogar gefüttert worden. Davon raten Tierschützer ausdrücklich ab. Gewöhnen sich Füchse an Menschen, kann das zum Problem werden, da sie ihre natürliche Scheu verlieren.

Im Sommer 2016 hatten Fuchsbisse in Marten für Diskussionen gesorgt. Die Stadt Dortmund hatte ein damals getötetes Tier auf Tollwut testen lassen - mit negativem Ergebnis.

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