Rat bewilligt zwei Millionen für das Musikzentrum

Weitere Beschlüsse

Der Rat der Stadt Bochum hat am Donnerstag weitere zwei Millionen Euro für den Bau des Musikzentrums bewilligt. Unvorhersehbarkeiten beim Bau hatten die zustäzlichen Mittel nötig gemacht. Außerdem wählte der Rat einen neuen Baudezernenten und entschied über die Nutzung des Opel-Geländes.

BOCHUM

27.06.2015 / Lesedauer: 3 min
Rat bewilligt zwei Millionen für das Musikzentrum

Das Musikzentrum wird erst im März 2016 fertig.

In der letzten Ratssitzung vor der Sommerpause traf das Gremium am vergangenen Donnerstag einige wichtige Beschlüsse für die Stadt gefällt. Die wichtigsten Themen waren die Bewilligung von zwei Millionen Euro für das Musikzentrum, die zukünftige Nutzung des Opel-Geländes und die Wahl des Baudezernenten. Insgesamt 36 Millionen Euro wird das Musikzentrum kosten - so viel steht nach der vergangenen Ratssitzung fest. Für den Bau der Spielstätte der Bochumer Symphoniker waren rund zwei Millionen an zusätzlichen Geldern beantragt und beschlossen worden.

Benzolvorkommen

Da in der Baugrube des Musikzentrums Benzolvorkommen festgestellt worden waren, war die Erhöhung der Finanzierung notwendig geworden. Laut Ratsbeschluss sei diese Entdeckung sowie die stetig steigenden Baupreise und die nachträglichen Zahlungen zu einzelnen Gewerken nicht vorhersehbar gewesen. Weitere Anträge zur Bewilligung von Geldern zu Bau von Schulmensen und zur Schaffung neuen Baulandes wurden hingegen nicht bewilligt. Dieser Umstand stieß im Rat auf Kritik - auch, weil die Vorlage der Verwaltung wohl missverständlich formuliert war. Die Schulen müssten nicht unter dem Musikforum leiden - die Mensen würden auf jeden Fall gebaut werden. Die Stadtgestalter hatten außerdem einen Antrag gestellt, der vorsah, die entstandenen Mehrkosten durch erhöhte Eintrittsgeldern zu Auftritten der BoSys zu refinanzieren. Dieser Antrag scheiterte im Rat.

Opel-Gelände

Auch über die Nutzung des ehemaligen Opel-Geländes wurde am Donnerstag im Rat eine Entscheidung gefällt. Mit dem Beschluss entspricht der Rat den Wünschen des Autoherstellers - der hatte nämlich Pläne für einen Ausbau des eigenen Warenverteilzentrums vorgelegt. Damit widerspricht der Rat dem ursprünglichen Planungsziel, bei dem keine Logistik auf dem Gelände von Werk II zugelassen werden sollte. Nach dem aktuellen Ratsbeschluss dürfen nun 38 Hektar auf beiden Flächen (Werk I und Werk II) für Logistik genutzt werden. Damit bleiben etwa 30 Hektar für anderweite Nutzungen erhalten. In Zukunft wird sich in Bochum um Belange wie die Nutzung des Opel-Geländes der am Mittwoch gewählte Baudezernent Markus Bradtke kümmern. Er war in der Ratssitzung einstimmig gewählt worden. Für ihn stehe im Vordergrund, „ein Konzept zu entwickeln, das nach vorne geht.“ Damit bezieht er sich vor allem auf die Nutzung des Opel-Geländes und die Entwicklung der Stahlstandorte. Auch Kulturdezernent Michael Townsend wurde am Mittwoch mit großer Mehrheit wiedergewählt. 

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