Reaktionen zum Tod von Günter Grass

Zitate

Politik und Zivilgesellschaft haben mit großem Bedauern auf den Tod des Literaturnobelpreisträgers Günter Grass reagiert. Grass habe mit seiner Literatur und seiner Kunst die Menschen in Deutschland bewegt, begeistert und zum Nachdenken gebracht, schrieb Bundespräsident Joachim Gauck in einem Brief an Grass' Witwe Ute. Eine Auswahl an Zitaten und Reaktionen:

Lübeck

13.04.2015, 13:04 Uhr / Lesedauer: 2 min
Reaktionen zum Tod von Günter Grass

Der Literatur-Nobelpreisträger Günter Grass raucht am 16.03.2007 in einer Bibliothek seines Hauses in Behlendorf eine Pfeife.

Sigmar Gabriel, SPD-Chef und Vizekanzler: „Mit ihm verlieren wir einen der bedeutendsten Schriftsteller der deutschen Nachkriegsgeschichte und einen engagierten Autor und Kämpfer für Demokratie und Frieden.“ 

Der ungarische Literaturnobelpreisträger Imre Kertesz: „Wir haben uns nicht mit demselben Thema beschäftigt, aber wir waren Freunde und haben uns gegenseitig geschätzt.“

Bundestagspräsident Norbert Lammert: „Mit Günter Grass verlieren wir nicht nur einen der bedeutendsten Literaten deutscher Sprache, sondern auch einen engagierten Staatsbürger, der immer wieder öffentlich Stellung bezogen hat. Er scheute keine noch so heftige Kontroverse, im Gegenteil, er suchte sie, wo er sie für notwendig erachtete. Das machte ihn zu einer Instanz in der politischen Debatte, die zuweilen störte und manchmal auch verstörte.“ 

Thomas Oppermann, Fraktionsvorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion: „Günter Grass ist gestorben. Das ist eine traurige Nachricht. Sein lit.Werk ist unsterblich. Die Blechtrommel war mein erstes wichtiges Buch.“

Julia Klöckner, CDU-Vizechefin: „Traurig, dass Günter Grass gestorben ist. Werde ihn als streitbaren und für Deutschland wertvollen Autoren in Erinnerung behalten.“

Katrin Göring-Eckardt, Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag: „Literaturnobelpreisträger, großer Autor, kritischer Geist. Ein Zeitgenosse mit dem Anspruch, verquer zum Zeitgeist zu liegen. #Grass“

Tweet von Bündnis 90/Die Grünen: „Mit Günter Grass hat uns ein großer Schriftsteller verlassen. Unsere Gedanken sind bei seinen Freunden & Angehörigen.“

FDP-Chef Christian Lindner: „Günter #Grass war ein streitbarer Intellektueller - sein literarisches Werk bleibt überragend.“

Wolfgang Kubicki, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Landtag von Schleswig-Holstein: „Mit Günter Grass ist einer der größten und zugleich streitbarsten Schriftsteller der deutschen Nachkriegsgeschichte von uns gegangen. Mit seinem breiten kulturellen, politischen und gesellschaftlichen Engagement hat er die bundesrepublikanische Geschichte über viele Jahre mitgeprägt. Der freiheitliche Geist der Bundesrepublik wurde auch durch Intellektuelle wie Günter Grass mit Leben gefüllt.(...)"

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD): „Günter #Grass - ein großer und streitbarer Literat geht. Gerne erinnere ich mich an Gespräche mit ihm. #Traurig“

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD): „Der Schriftsteller als Zeitgenosse, wie ich ihn meine, wird immer verquer zum Zeitgeist liegen.“ Wir trauern um Günter #Grass.“

Klaus Staeck, Präsident der Berliner Akademie der Künste: „Mit Günter Grass verliert die Welt der Literatur einen wortmächtigen Autor und unsere Republik einen ihrer streitbarsten Mitbürger. Wenn er die Demokratie in Gefahr sah, ging er keiner notwendigen Auseinandersetzung aus dem Wege.“

Joachim Lux, Intendant des Hamburger Thalia Theaters: „Mit dem Tod von Siegfried Lenz und Günter Grass innerhalb kurzer Zeit geht eine ganze Epoche endgültig zu Ende - literarisch und auch politisch.“

Thorsten Schäfer-Gümbel, Landesvorsitzender der hessischen SPD: „Wir verlieren mit Günther Grass einen bedeutenden und streitbaren Literaten, ein trauriger Tag!“

Der Autor und Komiker Micky Beisenherz bei Twitter: „Gott kann sich jetzt einiges anhören. #Grass“

von dpa