"Realschule muss Zukunft haben"

BOCHUM Die Schulkonferenz der Hans-Böckler-Realschule lehnt eine Schließung ihrer Schule ab. Gleichzeitig fordern die Verantwortlichen, dass die Schule in das Sanierungskonzept des Schulzentrums Wiemelhausen aufgenommen wird.

von Von Thomas Aschwer

, 12.11.2007 / Lesedauer: 2 min
"Realschule muss Zukunft haben"

Das Schulzentrum Wiemelhausen an der Querenburger Straße.

In ihrer Stellungnahme zum Schulentwicklungsplan verweist die Schulkonferenz darauf, dass bei Umsetzung der Verwaltungspläne der Bochumer Süden über keine Realschule mehr verfügen würde. Seit Jahrzehnten würden aber Eltern aus den Stadtbezirken Stiepel, Querenburg, Wiemelhausen, Weitmar und den unmittelbar angrenzenden Bereichen die Hans-Böckler-Schule ganz bewusst als "ihre" Realschule wählen.

Für Schülerinnen und Schüler aus diesen Wohngebieten seien weder die Annette-von-Droste-Hülshoff-, noch die Helene-Lange- oder die Franz-Dinnendahl-Schule als "Nachbar-Realschulen" tragfähige Alternativen. "Für die Familien des Bochumer Südens führt der Weg dorthin am jetzigen "Schulzentrum Wiemelhausen" vorbei, in fast jedem Fall über den Bahnhof, ist überdies erheblich weiter und damit gefahrenreicher." Zudem sei sie die zweitgrößte Realschule in Bochum mit einem stabilen Schülerstamm. "Trotz der leidigen Diskussionen um PCB und Sanierungen" gebe es in den Jahrgängen 5 und 6 mit 91 und 90 Schülern eine gute Dreizügigkeit. Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigten außerdem, dass der Rücklauf aus den Gymnasien nach der Orientierungsstufe eine zusätzliche Klasse im Jahrgang 7 notwendig mache.

Deshalb seien die konkreten Auswirkungen einer auslaufenden Auflösung dramatisch. Bei einer geschätzten Realschülerzahl von 765 im Jahrgang 5 des nächsten Schuljahres wären - unter Berücksichtigung des Klassenfrequenz-Richtwertes - 28 neue fünfte Klassen im gesamten Stadtbezirk notwendig. Damit müssten alle verbleibenden sieben Realschulen jeweils vier Klassen aufnehmen.

Schließlich verweist die Schulkonferenz darauf, dass die Schule "schon früh die Notwendigkeit zur grundlegenden Veränderung von Schule erkannt hat." Als Meilensteine werden u. a. genannt: Förderklasse, Elternbeteiligung, Drittelparität in der Schulkonferenz, Qualitätsentwicklungsteam, individuelles Profil zu den Lern- und Sozialkompetenzen aller Schüler/innen als Beiblatt zum Zeugnis.