"Reconstruction" in der Galerie Januar

Ausstellung

Ail Hwang sagt über sich selbst: „Ich will meine Arbeit nicht vollständig kontrollieren.“ In der Galerie Januar stellt die Künstlerin jetzt aus. Ihre Materialien sind Papierbahnen, Dämmplatten, Raufasertapete.

LANGENDREER

, 20.03.2014, 15:28 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ail Hwang neben einer ihrer Arbeiten, die sie jetzt in der Galerie Januar ausstellt.

Ail Hwang neben einer ihrer Arbeiten, die sie jetzt in der Galerie Januar ausstellt.

Öffnungszeiten
Die Ausstellung wird am Freitag (21.) um 20 Uhr eröffnet. Maike Mügge führt in das Werk ein. Öffnungszeiten: bis 8. Mai, Eislebener Straße/In der Schuttenbeck, Do 17-19 Uhr oder nach Vereinbarung: Tel. (0234) 360 05 78.

Wie genau, darauf nimmt die Künstlerin keinen Einfluss. „Das Willkürliche spielt eine große Rolle in meiner Arbeit“, sagt Ail Hwang. Den Zufall setzt sie auch bei der großen Bodenskulptur im Obergeschoss ein. Die Koreanerin hat eine Papierbahn fünf Meter diagonal auf den schmalen Holzdielen ausgerollt, bricht damit deren Symmetrie. An mehreren Stellen hat sie das Papier eingerissen. Streifen schlängeln sich zusammen oder stehen ein wenig hoch. „Das Papier verdeckt und zeigt den Boden“, so Ail Hwang. Und ergänzt: „Ich zeichne mit meinen Skulpturen.“

Wer die steile Treppe hochsteigt und bereits dabei durch das Geländer in den Raum schaut, hat eine andere Ansicht. Er sieht vor allem das Papier, das mit seinen Faltungen und Reißungen an Landschaften erinnert. Mehrere Versuche, so erzählt sie, brauchte es, bis sie zufrieden war. Bis die Balance aus Kontrolle und Zufall stimmte. Papier ist eines ihrer bevorzugten Materialien. „Es wird langsam leichter“, erzählt Ail Hwang. Früher habe sie auch mit Gips gearbeitet. Für die Ausstellung hat sie auch Dämmplatten aus Styropor verwendet. Mit Fingern und Feile hat sie in die glatte Oberfläche gegraben. Vor allem bei der Arbeit im Keller lässt sich zum einen noch gut die Herkunft als Baumaterial erkennen. Zum anderen reagiert die Skulptur mit ihrer aufgebrochenen Oberfläche auf die unregelmäßige Struktur der Kellerwand.  

Öffnungszeiten
Die Ausstellung wird am Freitag (21.) um 20 Uhr eröffnet. Maike Mügge führt in das Werk ein. Öffnungszeiten: bis 8. Mai, Eislebener Straße/In der Schuttenbeck, Do 17-19 Uhr oder nach Vereinbarung: Tel. (0234) 360 05 78.

Schlagworte: