Regen ohne Ende - Wann hört er endlich auf?

Kein Sommer in Sicht

Regen, Regen und kein Ende: Der Blick aus dem Fenster bereitet vielen Menschen Frust, die jetzt gerade Ferien haben. Nach schweren Gewittern und viel Regen in der vergangenen Woche und den letzten Tagen gibt es eine wichtige Frage: Wann hört der Regen endlich wieder auf? Hier gibt es die wichtigsten Infos.

Essen

von Von Linda Fischer

, 25.07.2017, 12:33 Uhr / Lesedauer: 2 min
Regen ohne Ende - Wann hört er endlich auf?

Überflutete Straßen, vollgelaufene Keller, über die Ufer getretene Bäche: Der Dauerregen hält die Rettungskräfte in mehreren Bundesländern auf Trab. Feuerwehr und Technisches Hilfswerk mussten am Dienstag Straßen sperren, Gebäude leerpumpen und Sandsäcke einsetzen. Besonders stark betroffen waren die Region Hannover und die Landstriche unmittelbar südlich davon.

Dauerregen in vielen Teilen Deutschlands

Grund für den Dauerregen ist das Tief „Alfred“, das sich langsam von Südpolen nach Norden verlagert. Im Süden Niedersachsens und im Norden Thüringens seien innerhalb von 24 Stunden zwischen 50 bis 80 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen, punktuell sogar 100 Liter pro Quadratmeter, erklärte der Deutsche Wetterdienst. „Das ist mehr als die übliche monatliche Niederschlagsmenge, und es wird noch einiges dazu kommen, sagte DWD-Meteorologe Thore Hansen.

Für weite Teile Thüringens sprach der DWD am Dienstagvormittag die höchste Unwetterwarnstufe aus. Bis Mittwochabend bestehe die Gefahr von extrem ergiebigem Dauerregen der Stufe vier. Infolgedessen könne es an Bächen und kleineren Flüssen zu Hochwassern und Überflutungen von Straßen kommen. Auch Erdrutsche könnten auftreten.

Dauerregen machte auch der Berliner U-Bahn Probleme: Zwei Linien konnten am Dienstagmorgen streckenweise nicht fahren. Berlin ist in diesem Sommer ein Regenloch. „Wir haben jetzt schon 304 Prozent des Mittelwerts für einen Juli gemessen“, sagte Heiko Wiese, Meteorologe an der Freien Universität. „Das ist am Rand der Fahnenstange.“  

Nordrhein-Westfahlen: Leichte Besserung in Sicht

Im Ruhrgebiet und im Münsterland wird man von dem Unwetter in anderen Teilen Deutschlands aber eher weniger mitbekommen. Hier kann man erst einmal aufatmen: "In den nächsten Tagen gibt es eher vereinzelte Schauer, der Dauerregen ist erst einmal vorbei.", sagt Meteorologe Bernd Hussing vom Deutschen Wetterdienst in Essen. "Ein paar Stunden Sonnenschein am Tag wird es wahrscheinlich auch geben."

Auch für das Juicy-Beats-Festival in Dortmund gibt es am Wochenende gute Nachrichten: "Die Temperaturen werden noch leicht ansteigen. Ab und zu wird es vereinzelt Regenschauer geben. Mit ein wenig Sonne werden es zwischen 21 und 24 Grad - vielleicht sogar 25 Grad.", so der Meteorologe. So werden die Festivalteilnehmer hoffentlich nicht allzu nass werden.

Eine kleine Besserung gibt es also wahrscheinlich. Zu viel sollte man Laut Bernd Hussing jedoch nicht erwarten: "Richtigen Sommer kann ich aber erst einmal nicht versprechen, es bleibt weiterhin wechselhaft."