Regen sorgt für Ebbe in der Kasse

Dorffest in Lütgendortmund

Sie sind schon richtig stolz in Lütgendortmund, auf die unverwüstlichen Besucher des Dorffestes. Wie Fußballfans standen sie treu und bibbernd auf dem Festplatz. Doch finanziell konnten auch sie das Fest nicht retten.

LÜTGENDORTMUND

von Von Matthias vom Büchel

, 07.05.2012, 18:43 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ohne Schirm ging es beim Dorffest nur selten. Die hartgesottenen Fans der Veranstaltung sorgten zwar trotzdem für Stimmung, aber viele Bänke vor der Bühne blieben leer.

Ohne Schirm ging es beim Dorffest nur selten. Die hartgesottenen Fans der Veranstaltung sorgten zwar trotzdem für Stimmung, aber viele Bänke vor der Bühne blieben leer.

„Finanziell war das Dorffest ein Fiasko“, bilanziert Wilhelm Mohrenstecher, Chef des Café Blickpunkt. „Die Gesamteinnahmen waren so hoch wie im vergangenen Jahr an einem Festtag.“ Statt Hektoliter Bier floss am Samstag nur strömender Regen. „Und ein paar Tassen Glühwein“, so Mohrenstecher, der passend zum Wetter bei nur fünf Grad Celsius am Sonntagmorgen während des Frühschoppens auf das beliebte Heißgetränk setzte.

Für Stimmung habe aber auch der Glühwein nicht gesorgt. Richtig spaßig wurde es eigentlich nur, als der Cafébesitzer in preußischer Polizeiuniform auftauchte und die Neuburger Stadtkapelle dirigierte. Die Bayern spielten prompt den Marsch „Preußens Gloria“. Allerdings konnten auch Episoden wie diese das Dorffest nicht retten. „Wir waren ja schon froh, dass der Festumzug nicht auch noch ins Wasser gefallen ist“, meinte Dorffest-Cheforganisator Reinhard Sack gestern im Gespräch mit dieser Zeitung. Und dann folgte Klartext: „Wirtschaftlich war das Fest sehr schlecht. Die Vereine, die sich mal wieder sehr viel Mühe gegeben haben, müssen sich auf deutlich niedrigere Einnahmen einstellen. Das tut mir sehr leid aber auf die Natur haben wir keinen Einfluss“, so Reinhard Sack. Für den Dorffest-Macher gibt es aber trotz des wirtschaftlichen „Beinahe-Totalschadens“ keine Alternative zum Dorffest unter freiem Himmel. „Die Rückkehr in ein Festzelt würde bedeuten, dass ein Teil der heute am Dorffest Beteiligten, außen vor stünde“, das können wir nicht machen“, so Reinhard Sack. Also steigt das Abenteuer auch im kommenden Jahr. Zumindest das Engagement der Helfer und Gastgruppen lassen auch nichts anderes zu. „Sie haben wieder alle ihr Bestes gegeben“, lobt Reinhard Sack.

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