Reinoldi-Sekundarschule wird neu gebaut

11,5-Millionen-Euro-Projekt

Der Reinoldi-Sekundarschule in Westerfilde stehen große Veränderungen bevor: Die Schule an der Straße Im Odemsloh bekommt einen Neubau, das jetzige Gebäude wird teilweise abgerissen. 11,5 Millionen Euro soll das Projekt kosten. Bei der Finanzierung gibt es aber einen Haken.

WESTERFILDE

, 25.07.2016, 02:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
Reinoldi-Sekundarschule wird neu gebaut

Derzeit sind am Standort Im Odemsloh noch drei Schulen angesiedelt. Den Neubau werden dann nur noch Sekundarschüler beziehen. Die Nachbarn - die Hauptschule Westerfilde und die Nikolaus-Kopernikus-Realschule - stellen den Schulbetrieb im Sommer 2017 ein.

Der Neubau soll das bisherige Gebäude ersetzen. „Die städtische Immobilienwirtschaft hatte sich mit dem Gebäude beschäftigt und war dabei zu dem Ergebnis gekommen, dass ein Neubau günstiger sei als die Sanierung“, teilte Stadtsprecherin Heike Thelen auf Anfrage mit. Bei der Finanzierung für einen rund 11,5 Millionen Euro teuren Neubau setzt die Verwaltung vor allem auf Geld vom Bund: „90 Prozent davon kämen aus dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz, den Rest müsste die Stadt zuschießen“, so Thelen.

Dieses Finanzierungsmodell hat aber – Stand jetzt – einen Haken. Denn um diese Förderung zu erhalten, müsste der Neubau bis Ende 2018 stehen. Das ist jedoch nicht machbar, wie Heike Thelen betont: „Der aktuelle, realistische Terminplan für einen Neubau sieht unter Beachtung sämtlicher Fristen einer europaweiten Ausschreibung, verschiedener Genehmigungsverfahren sowie Planung und Ausführung eine Fertigstellung bis Mitte 2020 vor.“

Scheitert Fristverlängerung, muss die Stadt die Schule aus eigener Tasche bezahlen

Jedoch würde derzeit auf Bundesebene an einem Gesetz gearbeitet, dass sich mit einer Fristverlängerung beschäftige: „Hintergrund sind die vorhandenen Kapazitätsprobleme der technischen Ämter in vielen Gemeinden und Kreisen, die dazu führen, dass sich umfassende Bauprojekte zum Teil nicht bis Ende 2018 realisieren lassen“, so Thelen.

Sollte diese Fristverlängerung nicht kommen, müsste das Geld für einen Neubau aus dem städtischen Haushalt kommen, und die Verwaltung könnte andere Projekte zur Förderung aus dem Kommunalinvestitionsgesetz vorschlagen.

Wohin die Schüler umziehen, ist noch unklar

Wohin die rund 450 Schüler und das Lehrerkollegium für die Zeit eines Neubaus umziehen werden, darüber gibt es derzeit noch keine Entscheidung, unterstreicht Thelen: „Konkrete Festlegungen hierfür werden jedoch im Laufe der weiteren Planungsschritte mit der Schulgemeinde und dem Fachbereich Schule abgestimmt.“