Remember Mia

Alexandra Burt

Als Estelle Paradise im Krankenhaus aufwacht, ist nichts mehr, wie es zuvor war: Sie hatte einen Autounfall und ihr Kurzzeitgedächtnis funktioniert nicht mehr.

10.07.2016, 11:47 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wie sie mit dem Auto verunglückte und warum zuvor jemand auf sie geschossen hat, weiß sie nicht. Eines hat sich aber in ihrem Gedächtnis festgebrannt: Ihre Tochter Mia, erst sieben Monate alt, ist weg.

Als Estelle ihr Kind morgens aus dem Bett holen will, ist die Kleine spurlos verschwunden - und mit ihr auch alle Dinge, die mit ihr in Verbindung standen: Windeln, Anziehsachen, Spielzeug.

Postnatale Depression

Alexandra Burt, mittlerweile in Texas lebende gebürtige Deutsche, nimmt sich in "Remember Mia" eines spannenden Tabuthemas an: Estelle leidet an postnatalen Depressionen. In der Ich-Perspektive erzählt die Hauptfigur von der Zeit der Schwangerschaft und den Problemen nach der Geburt.

Die junge Mutter wird immer verzweifelter, bis unausweichlich die Frage im Raum steht: Hat sie ihrer Tochter etwas angetan?

Lesenswertes Romanadebüt

Nur nach und nach kann der Leser die Puzzleteile zusammensetzen, die mit Estelles wiederkehrender Erinnerung auftauchen - dass sorgt für Spannung, auch wenn der Roman durchaus Längen hat und einige Charaktere schwach gezeichnet sind. So erscheint zum Beispiel Estelles Ehemann Jack in einem so schlechten Licht, dass seine Figur eher unglaubwürdig wirkt. Insgesamt aber ein durchaus lesenswertes Romandebüt.

 

Alexandra Burt: Remember Mia, 384 S., dtv, 14,90 Euro, ISBN 978-3-423-26101-2.

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